Zu wenig Geld für Privatschulen?
Eine finanzielle Benachteiligung von Privatschulen hat das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln ausgemacht. Demnach erhalten Schulen in freier Trägerschaft deutlich weniger öffentliche Mittel als staatliche Schulen, obwohl die Privatschulen einen gesetzlichen Anspruch auf angemessene staatliche Finanzhilfe hätten.
05.07.2011 ArtikelIm Schnitt, so heißt es in den IW-Trends, deckten die staatlichen Zuschüsse nur etwa 50 bis 60 Prozent der tatsächlichen Kosten des Privatschulbetriebs. Am größten sei die Lücke zwischen staatlichen Zuwendungen und tatsächlichen Kosten bei den Privatschulen in Hessen: Um den Lehrbetrieb betriebswirtschaftlich betrachtet komplett zu gewährleisten, hätte der Staat dort 2007 fast 5.200 Euro je Schüler mehr zahlen müssen, als er an die freien Träger überwiesen hat. Am geringsten war laut Institut der Fehlbetrag in Brandenburg, wo sich die Finanzierungslücke der Privatschulen auf annähernd 1.800 Euro pro Schüler summierte.
Um diese Finanzlöcher zu stopfen, müssten deshalb viele Schulen in freier Trägerschaft Schulgebühren verlangen. Außerdem seien Privatschulen zunehmend auf Sponsoren, Spendengelder und Eigenmittel angewiesen.
Weiterführende Links
- IW-Trends: Privatschulfinanzierung im Kalkül staatlicher Unterfinan-zierung und der Wettbewerbsbeschränkung
Keine Kommentare vorhanden