Sachsen-Anhalt

Zukunft der Pädagogischen Mitarbeiterinnen

Eine am Sonnabend, dem 26. April in Magdeburg ursprünglich als GEW-Fachtagung geplante Veranstaltung zur Zukunft der Arbeit pädagogischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Thematik "Auslaufmodell oder Zukunftsperspektive" wird aus der Sicht des GEW-Landesvorsitzenden, Thomas Lippmann, völlig anders verlaufen als geplant.

24.04.2014 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

"Wir rechnen damit, überrannt zu werden. Statt der erwarteten 70 bis 100 Anmeldungen liegen nun über 400 vor. Wenn sich über ein Fünftel aller Beschäftigten aus allen Teilen des Landes, von Arendsee bis Zeitz und Ilsenburg bis Jessen, auf den Weg machen, ist dies ein deutliches politisches Signal, wie groß die Verunsicherung und die Existenzängste in dieser Berufsgruppe sind," sagte Lippmann.

Die Situation hatte sich zugespitzt, als nach monatelangen Auseinandersetzungen und mehrfachem Hinhalten Finanzminister Bullerjahn den Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern letztlich die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Fortführung des Ende des Jahres auslaufenden PM-Tarifvertrages verweigerte. Damit brachte er nicht nur die ca. 2.000 betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Kultusminister Dorgerloh in schwere Bedrängnis. Denn das Kultusministerium war wie die GEW fest davon ausgegangen, dass es ab dem kommenden Jahr einen Anschlusstarifvertrag für die Arbeitsbedingungen der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben müsse.

Seit Kurzem sind nun alternative Vorstellungen im Gespräch, wie die notwendigen Regelungen zu den Arbeitsbedingungen in Form einer Dienstvereinbarung zwischen dem Kultusminister und dem Lehrerhauptpersonalrat vereinbart werden können.

Völlig offen sind dagegen die künftige Anzahl der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die damit noch zu gewährleistenden Aufgabenbereiche. Hier dauert der Streit innerhalb der Landesregierung zwischen Finanz- und Kultusministerium und auch im Landtag nun schon fast ein Jahrzehnt. Seit der Wende hat es in diesem Bereich kaum ein Dutzend Neueinstellungen gegeben. Das Personalentwicklungskonzept der Landesregierung (PEK) sieht auch in den weiteren Jahren keine einzige Neueinstellung vor, der Bereich blutet einfach aus.

"Wir geben daher dem Minister und Vertretern der Fraktionen Gelegenheit, ihre Vorstellungen über die Zukunft dieser unverzichtbaren Beschäftigtengruppe an den Schulen des Landes darzulegen und diese mit den Betroffenen zu diskutieren", sagte Lippmann.

Die Veranstaltung findet am 26. April ab 9.30 im Hotel Ratswaage in Magdeburg statt. Kultusminister Dorgerloh wird ab ca. 10.00 Uhr das Wort nehmen. Ab 11.00 Uhr wird Thomas Lippmann GEW-Positionen darlegen und ab 14.00 Uhr sollen Landtagsabgeordnete in den Dialog einbezogen werden.


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