Zum elften Mal Schulsportgala des Landes

Bei der 11. Schulsportgala des Landes am Freitag (31. März) präsentieren 17 Schülergruppen in der Kuhberghalle in Ulm Höhepunkte aus dem Schulsport. Über 500 Schülerinnen und Schüler sorgen auf der Bühne mit sportlichen und artistischen Leistungen für Unterhaltung und geben einen Einblick in die Vielfalt des Sportunterrichts. Kultusminister Helmut Rau MdL würdigte die Veranstaltung als "Schaufenster des Schulsports". Die Darbietungen reichen von Judo-Vorführungen über Aerobic-Einlagen und Bodenturnen bis hin zum technisch versierten Umgang mit dem Fußball.

31.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Schulsportgala in Ulm wird vom Kultusministerium gemeinsam mit der Stiftung "Sport in der Schule", dem Landesinstitut für Schulsport, dem Regierungspräsidium Tübingen und der Stadt Ulm ausgerichtet. Der Baden-Württembergische Sparkassenverband, der Online-Shop Sport Thieme, der Europa Park Rust, die Firma Kellogs, die AOK Baden-Württemberg, die Firma Neukauf (Edeka), der 3-Löwen-Takt, die Firmen GAZI und Fontanis unterstützen als Sponsoren die Gala.

"Sport an der Schule ist mehr als nur ein Unterrichtsfach. Das gemeinsame Engagement von Lehrkräften und Schülern ist in kaum einem anderen Fach so ausgeprägt wie im Sport", sagte der Kultusminister.
Rau lobte das Engagement der Sportpädagogen. In jedem Schuljahr würden sich Sportlehrkräfte "mit aller Kraft dafür einsetzen, um Schülerteams auf JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, auf Schulvergleichskämpfe, schulinterne Turniere oder auf Auftritte und Aufführungen im Rahmen von Schulsportfesten vorzubereiten". Dabei seien alle im Lehrplan vorgesehenen Sportarten vertreten, aber auch Bereiche des Sports, die im herkömmlichen Sportunterricht nicht trainiert und eingeübt werden könnten.

Der Kultusminister wies auf das Schülermentorenprogramm im Bereich des Sports hin. Seit 1994 werden jährlich etwa 900 Schülerinnen und Schüler zu Sportmentoren ausgebildet. Sie organisieren den Pausensport und unterstützen die Arbeit der Sportlehrkräfte in der Vorbereitung auf den Wettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA und im Bereich der Arbeitsgemeinschaften. Da die Mentorenausbildung die Grundstufe der Übungsleiterausbildung umfasst, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit anschließend die Übungsleiterlizenz zu erwerben und in den Vereinen als ehrenamtliche Mitglieder tätig zu werden.

Ein weiteres Anliegen des Kultusministeriums sei die Förderung der Gesundheit der Schulkinder durch besondere sportliche Aktivitäten. Mit Hilfe der Wirtschaft und der Krankenkassen werde eine bewegungsfreundliche Schule angestrebt, "in der Bewegung, Spiel und Sport zum normalen Alltag gehören", betonte Kultusminister Rau. Vorreiter seien die Grundschulen. Das Kultusministerium hat eine Broschüre zur bewegungsfreundlichen Gestaltung des Schulhofes veröffentlicht. Die darin aufgeführten Praxisbeispiele sollen zur Nachahmung anregen.

Der Kultusminister sieht Schule auch als ein Sprungbrett in den Leistungssport. "Im Sportunterricht ist bereits manches Nachwuchstalent entdeckt worden. Um jungen Athletinnen und Athleten eine optimale Verknüpfung von Leistungssport, Schule und persönlicher Entwicklung zu ermöglichen, haben wir die Partnerschulen der Olympiastützpunkte eingerichtet", sagte Rau. Dort werde in besonderer Weise auf die leistungssportliche Entwicklung der Nachwuchssportler und die damit verbundenen schulischen Herausforderungen eingegangen. Mit den Standorten Freiburg, Rhein/Neckar, Stuttgart und Tauberbischofsheim befinden sich insgesamt vier Olympiastützpunkte in Baden Württemberg. Dort werden derzeit 700 Nachwuchs- und Spitzensportler aus über 20 Olympischen Sportarten betreut.

Rau bezeichnete die Stiftung "Sport in der Schule" als starken Kooperationspartner für den Schulsport. 1997 hat das Kultusministerium zusammen mit dem Baden-Württembergischen Sparkassen und Giroverband, der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Baden Württemberg, KELLOGGs (Deutschland) GmbH und der Handelskette EDEKA die Stiftung "Sport in der Schule" ins Leben gerufen. Zweck der Stiftung ist die Förderung sportpädagogischer Vorhaben im Bereich des außerunterrichtlichen Schulsports in Baden Württemberg. Mögliche Förderobjekte sind Sporttreffs, Schulsportklubs oder besondere Sportarbeitsgemeinschaften. Die Leistungen der Stiftung umfassen dabei fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung.


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