Zusätzliche Lehrerstunden für Ganztagsschulen
"Zum 1. Februar 2007 gewähren wir zuerst allen im Jahr 2004 ohne zusätzliche Lehrerstunden genehmigten Ganztagsschulen einen Zuschlag zur Personalversorgung. Für 46 betroffene Schulen werden rund 900 zusätzliche Lehrerstunden für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung gestellt. Ab 1. September 2007, zu Beginn des neuen Schuljahres, werden auch die im Jahr 2005 genehmigten 126 Ganztagsschulen in diese Regelung einbezogen", hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (20.12.2006) in Hannover mitgeteilt. "Dafür werden weitere 2.485 Lehrerstunden eingesetzt", sagte Busemann. Damit seien dann 172 der nach Ziffer 8.2 des Ganztagserlasses ursprünglich ohne weiteren Stundenzuschlag genehmigten Ganztagsschulen mit zusätzlichen Lehrerstunden ausgestattet.
20.12.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium"Die insgesamt 56 erst im Jahr 2006 genehmigten Ganztagsschulen wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten ausstatten", stellte der Kultusminister in Aussicht. Berechnungsgrundlage für den Personalzuschlag sei die jeweilige Anzahl der Klassen in den Jahrgängen 3 und 4 im Grundschulbereich sowie 5 und 6 in den weiterführenden Schulen. "Pro Klasse bekommt die Schule dann 2,5 Lehrerstunden zusätzlich", erläuterte Busemann.
Bereits zum 1. Februar 2006 waren die ersten nach Ziffer 8.2 des Ganztagsschulerlasses genehmigten Hauptschulen und die Förderschulen in begrenztem Umfang mit rund 400 zusätzlichen Lehrerstunden ausgestattet worden. Drei Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung erhielten einen uneingeschränkten Ganztagszuschlag. "Auch jetzt bekommen die neun in den Jahren 2004 und 2005 als Ganztagsschulen genehmigten Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen eine Vollausstattung", stellte Busemann fest. Einzügige Hauptschulen erhielten den gleichen Zuschlag wie zweizügige Schulen.
"Ganztagsangebote an Schulen sind ein wichtiger Teil unseres bildungspolitischen Gesamtkonzepts. Das geht deutlich über den familienpolitischen Aspekt eines Betreuungsangebotes hinaus", stellte Busemann fest. Das Land habe auch bisher in jedem Jahr mit steigenden Aufwendungen den Ganztagsbetrieb von Schulen unterstützt. "Im Haushaltsjahr 2006 wurden insgesamt bereits 60,6 Mio. € dafür eingesetzt", machte Busemann deutlich. Das Modell des Ganztagsangebots in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ermögliche eine Qualitätssteigerung. "Nicht mehr nur die Neigungsangebote der zur Verfügung stehenden Lehrkräfte, sondern die Kooperationsmöglichkeiten am Ort bestimmen damit das Nachmittagsangebot. Es bietet sich an, mit den örtlichen Vereinen und Einrichtungen, den Musikschulen, den Kirchen, Jugendhilfeeinrichtungen oder auch den Sozial- und Rettungsdiensten entsprechende Vereinbarungen zur Zusammenarbeit zu treffen", hob Busemann hervor. Deshalb solle das Ganztagsangebot grundsätzlich nicht allein aus Lehrerstunden bestritten werden.
"Wir wollen gemeinsam erreichen, dass sich mehr Schülerinnen und Schüler und Jugendliche sportlich betätigen, sich sozial einsetzen, ihre musikalische und künstlerische Kreativität entwickeln und sich in Jugendgruppen zusammenfinden. Sie sollen gute und erfolgreiche Freizeitangebote von Vereinen und Verbänden auch dann nutzen können, wenn sie zu einer Ganztagsschule gehen", so Busemann abschließend.
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