Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) sieht sich durch die massive Kritik der Bildungsminister der Europäischen Union an der frühen Auslese von Kindern in deutschen Schulen bestätigt. BLLV- Präsident Albin Dannhäuser stellte fest: "Auch wenn Schulpolitik Sache der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und der deutschen Bundesländer ist, muss zur Kenntnis genommen werden, dass in allen Industriestaaten der Welt – mit Ausnahme Deutschlands, Österreichs und Luxemburgs – die Schüler nicht bereits nach einer vierjährigen Grundschulzeit, sondern deutlich später verschiedenen Schularten zugewiesen werden. Die Erfolge der PISA-Siegerländer im internationalen Vergleich beweisen, dass eine längere gemeinsame Schulzeit die Leistungsentwicklung nicht schmälert, sondern eher fördert." Der BLLV- Präsident weiter: "Vordringlich wäre es, vom schulpolitischen Mythos Abschied zu nehmen, dass durch frühe Auslese und leistungshomogene Klassen Schülerinnen und Schüler besser gefördert würden. Bisher haben die beiden PISA-Studien dafür keine Belege geliefert."
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15.11.2006
Pressemeldung
Schule