20 Jahre Integrationskurse: Meilenstein für Sprachbildung und Teilhabe
Vor 20 Jahren wurden die Integrationskurse ins Leben gerufen – ein Konzept, das bis heute eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes 2005 starteten in Deutschland die ersten Kurse. Ernst Klett Sprachen trägt als Anbieter von innovativen Kursmaterialien zur Erfolgsgeschichte und damit zur gelungenen Integration bei.
05.06.2025 Bundesweit Pressemeldung Ernst Klett Sprachen GmbHGerade in den letzten zehn Jahren haben Themen wie Migration und Integration in Deutschland noch einmal zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Auswirkungen von Kriegen und Krisen zeigen sich in Form von Migrationsbewegungen u. a. auch nach Deutschland. Die 2005 eingeführten Integrationskurse sind Teil des Gesamtprogramms Sprache, das 2016 um die Berufssprachkurse für die Arbeitsmarktintegration erweitert wurde. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rechnet für das Jahr 2025 mit rund 326.000 Teilnehmenden in Integrationskursen. Die Zahl der Teilnehmenden in den darauf aufbauenden Berufssprachkursen wird durch Bundesmittelkürzungen hingegen von ca. 165.000 im Jahr 2023 um ca. 30 % zurückgehen.
Matthias Rupp, Geschäftsführer des Verlags Erwachsenenbildung bei Ernst Klett Sprachen, sieht die Zukunft der Integrationskurse durch den neuen Koalitionsvertrag zwar gesichert, unterstreicht aber die Wichtigkeit, das Berufssprachkurssystem auszubauen: „Es ist kontraproduktiv, Mittel für Menschen zu kürzen, die bereits in Deutschland sind und vor allem dann erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden können, wenn sie in der Regel das Sprachniveau B2 erreichen.“
Integrationskurse im Wandel
Das erste offiziell zugelassene Integrationslehrwerk in Deutschland nach Einführung der Integrationskurse war „Berliner Platz“, bereits 2002 im Langenscheidt Verlag erschienen und später von Ernst Klett Sprachen ins Programm übernommen.
Damit begleitet Ernst Klett Sprachen die sprachliche Integration in Deutschland mit speziell entwickelten Lehrwerken. Zu den wichtigsten Titeln zählen das umfassende Lehrwerk „Linie 1 – Deutsch in Alltag und Beruf“ (2015), das Lernende von A1 bis B2 begleitet, sowie das Lehrwerk „Hier! Deutsch für die Integration“ (2017), das insbesondere lernungewohnte Lernende anspricht. Mit „Netzwerk neu“ (2019) wurde ein bewährtes Konzept modernisiert und digital erweitert. Weiterführende Lehrwerke von B1+ bis C1 sind die für die Berufssprachkurse zertifizierten Lehrwerke „Linie 1 Beruf“ (2021) oder „Aspekte Beruf“ (2017). Alle Lehrwerke sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassen und stehen vor allem für ein Ziel: Sprache als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und damit einhergehend zu einer beruflichen Perspektive.
Der Sprachunterricht in den Integrationskursen hat sich in diesen letzten 20 Jahren weiterentwickelt. Monika Rehlinghaus, die als erfahrene Autorin, Dozentin und Gutachterin für „Linie 1“, ihre langjährige Praxiserfahrung in die Entwicklung von Sprachfördermaterialien eingebracht hat, stellt fest: „Guter Unterricht beginnt dort, wo sich Sprache mit Lebensrealität verbindet. Wenn wir uns die Entwicklung des Lehrens und Lernens in den letzten Jahren ansehen, wird deutlich, dass die Grammatik zunehmend als Instrument und Werkzeug betrachtet wird. Die Anwendung, also die Kommunikation und das Sprachhandeln, rücken dabei noch stärker in den Vordergrund. Mit der Veröffentlichung des Begleitbandes zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) im Jahr 2020 wurden die sprachlichen Fertigkeiten durch die stärkere Präsenz der Mediation ergänzt. Dies unterstreicht erneut, dass die kommunikativen Fähigkeiten der Lernenden im Mittelpunkt stehen.“ Das Gesamtsystem Sprache definiert damit nicht nur aufeinander aufbauende Kurse, die ausschließlich von qualifizierten und zertifizierten Lehrkräften für Deutsch als Zweitsprache durchgeführt werden dürfen, sondern stellt auch sicher, dass diese Kurse mit verbindlichen und einheitlichen Prüfungen abgeschlossen werden.
Sprachförderung in Deutschland ist heute so vielfältig wie die Zuwanderung selbst – von Alphabetisierung bis Fachsprache für Akademikerinnen und Akademiker. Integration wird dabei zunehmend als gegenseitiger Prozess verstanden, der nicht nur Zugewanderte, sondern auch die Gesellschaft in die Verantwortung nimmt.
Weiterführende Informationen
Materialien für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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