Ahnen: Musik als Bindeglied zwischen Kindertagesstätte und Grundschule

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen ist wichtig für eine gelingende Bildungsbiographie von Kindern. Deswegen hat Rheinland-Pfalz diese Kooperation im Rahmen des Programms "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" zu einem Schwerpunkt gemacht. Das Programm sieht vor, dass Kooperationen flächendeckend ausgebaut und die gegenseitige Abstimmung der jeweiligen Bildungskonzepte institutionalisiert werden.

17.05.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Zu einer gelingenden Zusammenarbeit gehört auch, dass es gemeinsame Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte gibt", erklärte Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen bei der Vorstellung des Kooperationsprojekts "Musik für Kinder in Grundschule und Kindertagesstätte". In zunächst zwölf Veranstaltungen werden in den nächsten beiden Jahren insgesamt 350 Pädagoginnen und Pädagogen aus rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten und Grundschulen grundlegende Methoden für eine elementare Musikerziehung und für eine Integration von Musik in den Alltag von Schulen und Kindertagesstätten gemeinsam umsetzen. Das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend unterstützt dieses Weiterbildungsprojekt mit knapp 60.000 Euro.

"Das Erleben von Musik und das eigenständige Musizieren hat in beiden Einrichtungen einen unverzichtbaren Platz bei der Förderung von Kindern", unterstrich die Ministerin. Deshalb stelle der Bereich der musikalischen Bildung sowohl in den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für die Arbeit in Kindertagesstätten als auch im Rahmenplan für die Grundschule einen wichtigen Teil des Bildungsangebots dar. "Musische Bildung weckt die Lust von Kindern auf eigene musikalische Betätigung und fördert so ihre Kreativität und Fantasie", sagte Doris Ahnen. Musikalische Erziehung habe jedoch auch einen großen Einfluss auf andere Bildungsbereiche. So wirke sich zum Beispiel Musizieren und Singen positiv auf die Sprachentwicklung aus oder fördere das Tanzen mit seinen rhythmischen Anteilen die Motorik von Kindern.

Deshalb beinhalte die Konzeption der Fortbildungsveranstaltungen auch Fragen wie: "Wie verbinden wir Musik und Rhythmik mit Sprache, Rechnen und anderen Lernbereichen in Kindertagesstätte und Grundschule?" oder "Wie können wir unseren Körper und unsere Stimme musikalisch einsetzen?" Und einen Aspekt dürfe man auf keinen Fall vergessen, meinte die Ministerin: "Gemeinsames Singen und Musizieren stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in Kindertagesstätten und Schulen". Die Ausgestaltung der Fortbildung wurde von einer Projektgruppe aus Erzieherinnen und Erziehern, Lehrkräften, Musikschullehrerinnen und –lehrern unter der Leitung des langjährigen Leiters des Peter-Cornelius-Konservatoriums in Mainz und Ehrenvorsitzenden des Landesmusikrats, Wolfgang Schmidt-Köngernheim, erarbeitet. In einer Pilotphase waren in den Jahren 2004 und 2005 die Inhalte und der Aufbau der Seminare erprobt und praxisnah verbessert worden. "Unser Ziel ist, dass Kinder bereits in einem sehr frühen Alter die Chance haben, ihre elementare musikalische Handlungsfähigkeit zu entfalten, und dass Musik in den gesamten Alltag der Kindertagesstätten und Schulen integriert wird", erläuterte Schmidt-Köngernheim.

Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen zeigte sich abschließend überzeugt, dass das Projekt "Musik für Kinder in Grundschule und Kindertagesstätte" sich zu einem beispielgebenden Beitrag für ein gemeinsames Verständnis über die Bildungsprozesse bei Kindern im Elementar- und Primarbereich entwickeln werde. "Die Kontinuität der Bildungswege von Kindern und Jugendlichen ist nur auf der Grundlage einer Zusammenarbeit aller Beteiligten und der Verständigung über gemeinsame Inhalte möglich". Das Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" ebne mit seinen unterschiedlichen Elementen, wie zum Beispiel der Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr oder dem flächendeckenden Ausbau der Sprachförderung und Schulvorbereitung in den Kindertagesstätten, den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Schulen. "So wird es uns gelingen, die Kompetenzen aus beiden Einrichtungen und den reichen Schatz an Erfahrungen in beiden pädagogischen Berufsgruppen für eine optimale Förderung von Kindern zu nutzen", so die Ministerin.


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