Baden-Württemberg

Andreas Stoch MdL: "Die Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen ist nach der Rekordeinstellung von Lehrern zum Schuljahresbeginn so gut wie noch nie"

Das Kultusministerium weist die heute erhobenen Vorwürfe des Verbandes der Berufsschullehrer und der Arbeitgeber zur Unterrichtsversorgung an beruflichen Schulen mit Erstaunen zurück. Diese Vorwürfe würden die Situation in keiner Weise widerspiegeln.

27.09.2013 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Die Unterrichtversorgung an den beruflichen Schulen ist nach der Rekordeinstellung von Lehrern zum Schuljahresbeginn so gut wie noch nie", erklärte Kultusminister Andreas Stoch MdL. Das Ministerium sei auf gutem Wege, das übernommene und bereits von 4,4 auf 2,6 Prozent erheblich abgesenkte Unterrichtsdefizit weiter deutlich zu reduzieren. "Wir haben mit der Rekordeinstellung im Umfang von 1.135 Deputaten einen erheblichen Kraftakt unternommen, der den hohen Stellenwert der beruflichen Schulen für die Landesregierung unterstreicht." Er betonte auch die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung an den Schulen.

Bei der Schließung von Kleinklassen werde das Ministerium die Balance wahren, ein möglichst betriebsnahes Bildungsangebot vor Ort gerade auch im ländlichen Raum zu erhalten und gleichzeitig einen effizienten Ressourceneinsatz zu gewährleisten. Im Bereich der dualen Ausbildung liegt der Anteil der Kleinklassen landesweit bei etwa einem Achtel (im SJ 12/13 rund 1020 Kleinklassen). Bei einem weiteren Rückgang an Auszubildenden sei es teilweise notwendig, Klassen an geeigneten Berufsschulstandorten zu konzentrieren. "Die Schulverwaltung bezieht bei solchen Entscheidungen wie bisher die Situation vor Ort mit ein und achtet vor allem auf eine zumutbare Erreichbarkeit des Bildungsabschlusses", erklärte Stoch.

Die beruflichen Schulen seien auch von Anfang an bei der regionalen Schulentwicklung mit einbezogen, wie schon des Öfteren dargestellt. Für die beruflichen Gymnasien und die übrigen beruflichen Vollzeitschulen gelte dies schon deshalb, weil die Schülerströme der allgemein bildenden Schulen auch auf diese Schularten Einfluss haben. Spezifika der beruflichen Schulen wie etwa Mindestgrößen und Besonderheiten beim Verfahren würden in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Bis dahin sollen Schulentwicklungsprozesse an beruflichen Schulen wie bisher durch die Regierungspräsidien durchgeführt werden. Belange der Wirtschaft würden dabei wie bisher auch berücksichtigt.


Weiterführende Links

  • Meldung gea.de: Arbeitgeber und Berufsschullehrer fordern Stärkung der Berufsschulen

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden