Beruf und Abitur im Doppelpack – Erster Jahrgang fertig, neuer startet
(red/pm) Die ersten 19 Absolventen des Schulversuches "Duale Berufsausbildung mit Abitur" (DuBAS) haben heute von Kultusministerin Brunhild Kurth ihre Zeugnisse überreicht bekommen. Vier Jahre lang haben sie alle Kraft und Energie in ihren Doppelabschluss – Abitur und Beruf – gesteckt. Insgesamt erreichten 17 Schüler beide Abschlüsse, zwei schlossen erfolgreich ihre Berufsausbildung ab.
17.07.2015 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus"Die duale Ausbildung ist ein doppelter Gewinn für die Absolventen und die Wirtschaft. Mit zwei Abschlüssen auf einen Schlag können die Schüler direkt mit dem Berufseinstieg oder einem Studium starten. Die Wirtschaft braucht solche gut ausgebildeten jungen Fachkräfte. Sie sind das Rückenmark der Wirtschaft und der Motor für die Entwicklung des Freistaates", erklärte Kultusministerin Brunhild Kurth. Die Ministerin betonte auch: "Der Bildungsgang verlangt viel von den Schülern und ist anstrengend. Aber es lohnt sich!" Es gebe zudem jederzeit die Möglichkeit, sich für nur einen Abschluss – Beruf oder Abitur zu entscheiden, wenn ein Schüler im Lauf der vier Jahre merkt, dass er der Doppelbelastung nicht gewachsen sei.
Die praktische Durchführung des Projektes startete 2011/12 mit insgesamt 24 Schülern am Beruflichen Schulzentrum für Elektrotechnik in Dresden und in der Karl-Heine-Schule, dem Beruflichen Schulzentrum der Stadt Leipzig.
Wer im kommenden Schuljahr diesen speziellen Bildungsgang besuchen möchte, kann sich noch für die freien Plätze in Leipzig an der Karl-Heine-Schule bewerben. In Dresden am Berufsschulzentrum für Elektrotechnik ist die Klasse mit 24 Schülern bereits voll. Die Aufnahme in die duale Berufsausbildung mit Abitur kann auf zwei Wegen erfolgen. Interessenten aus Sachsen können sich bei einem Ausbildungsbetrieb bewerben oder direkt am Beruflichen Schulzentrum melden, wo anschließend ein Ausbildungsbetrieb vermittelt wird.
Dr. Günter Bruntsch, Präsident der IHK Dresden, einem der DUBAS-Projektträger, ist sich sicher, dass die Berufsausbildung mit Abitur den Unternehmen helfen wird, leichter leistungsstarke, interessierte Schulabgänger mit Realschulabschluss für sich zu gewinnen. "Der Drang zur akademischen Ausbildung hält trotz hoher Abbrecherzahlen unvermindert an. Wer parallel zum Abitur mehrere Jahre Praxisluft geschnuppert hat, betriebliche Abläufe kennengelernt und sich erprobt hat, sollte für einen reibungslosen Einstieg in Job oder Studium deutlich besser gerüstet sein."
Dr. Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig ergänzt: "Die duale Berufsausbildung bietet jungen Menschen je nach Interesse und Fähigkeiten verschiedene attraktive Ausbildungsmodelle. DuBAS ist hier ein wichtiger Baustein. Um das Projekt gemeinsam mit den beteiligten Partnern fortsetzen zu können, brauchen wir weiterhin engagierte Unternehmen, die die Berufe Zerspanungs-, Werkzeug- oder Industriemechaniker/-in ausbilden, und interessierte Jugendliche. Diese möchten wir an dieser Stelle aufrufen, sich zu bewerben."
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