Besorgnis über Kürzungen bei Integrations- und Berufssprachkursen

Mit großer Besorgnis verfolgt der Ernst Klett Sprachen Verlag die Kürzungspläne der Bundesregierung für Integrations- und Berufssprachkurse im Haushalt 2025. Diese Einsparungen stellen eine dramatische Unterfinanzierung dar und gefährden die Zukunft des gesamten Systems zur sprachlichen und beruflichen Integration von Zuwanderern.

26.11.2024 Bundesweit Pressemeldung Ernst Klett Sprachen GmbH
  • © gettyimages SDI Productions Die Einsparungen gefährden massiv die erfolgreiche Integration von Zugewanderten.

„Mit den vorgesehenen Mitteln kann nicht einmal die Hälfte der benötigten Integrationskurse durchgeführt werden. Das ist ein inakzeptabler Rückschritt - für die Teilnehmenden, die auf Sprachkurse angewiesen sind, und für die Unternehmen, die dringend Fachkräfte suchen“, erklärt die Geschäftsführung des Ernst Klett Sprachen Verlags.

Unterfinanzierung mit weitreichenden Folgen

Nach dem aktuellen Haushaltsentwurf sollen im Jahr 2025 nur noch 500 Millionen Euro für Integrationskurse bereitgestellt werden. Damit können lediglich 30 Prozent der benötigten neuen Kurse angeboten werden. Auch die berufsbezogenen Sprachkurse, die sich an die Integrationskurse anschließen und auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereiten, sind massiv unterfinanziert.

Die Kürzungen werden erhebliche Wartezeiten nach sich ziehen, die sowohl den Teilnehmenden als auch den Unternehmen schaden. „Die Auswirkungen eines solchen Sparkurses sind inakzeptabel: Lehrkräfte verlieren ihren Arbeitsplatz, Strukturen brechen zusammen und Träger geraten in wirtschaftliche Engpässe. Dabei ist der Erfolg von Integrationsmaßnahmen entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, so die Geschäftsführung weiter.

Unterstützung für das Positionspapier des DVV

Der Ernst Klett Sprachen Verlag schließt sich dem Positionspapier des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) an, welches von einem breiten Bündnis weiterer Verbände getragen wird und klare Forderungen an die Bundesregierung stellt:

  • Eine Erhöhung der Mittel für Integrationskurse im Haushalt 2025 auf mindestens 1,1 Milliarden Euro.
  • Ausreichende Mittel für Berufssprachkurse, um alle notwendigen neuen Kurse anzubieten.

„Integration ist eine Daueraufgabe. Die Bundesregierung muss ihr Versprechen einlösen, Integrationskurse für alle Menschen anzubieten. Andernfalls droht ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rückschritt, den wir uns nicht leisten können“, betont die Geschäftsführung des Verlags.

Ein Plädoyer für Bildung und Integration

Ernst Klett Sprachen setzt sich aktiv für die Förderung von Integration und Bildung ein. Der Verlag appelliert daher an die Bundesregierung, die Sparmaßnahmen nicht umzusetzen und die Mittel für die Integrationskurse zu sichern. Nur so kann sichergestellt werden, dass Geflüchtete und zugewanderte Menschen in Deutschland die Chance erhalten, sich erfolgreich zu integrieren. Die geplanten Kürzungen gefährden nicht nur die Zukunftschancen vieler Menschen, sondern auch das Vertrauen in eine nachhaltige Bildungs- und Integrationspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Ansprechpartner

Ernst Klett Sprachen GmbH
Adriana Akin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
Telefon: +49 711 6672-5012
E-Mail: pr@klett-sprachen.de
Web: www.klett-sprachen.de


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