Pandemie

BvLB: Niederschwellige Impfangebote an berufsbildende Schulen bringen

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) begrüßt ausdrücklich den Impuls einiger Landesministerien, niederschwellige Impfangebote an berufsbildenden Schulen (BBS) anzubieten.

19.08.2021 Bundesweit Pressemeldung Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB)
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„Denkbar sind hier Impfbusse auf den Schulhöfen oder Impfzentren in den Turnhallen, um die beruflichen Schulen zu einem möglichst sicheren Ort zu machen und so den wichtigen Präsenzunterricht allerorts stattfinden lassen zu können“, sagt Joachim Maiß, BvLB-Bundesvorsitzender und betont: „Im Grunde ist das ein gut eingeübter Prozess, der seit Jahren bei Blutspendenaktionen praktiziert wird. Der organisatorische Aufwand für die Schulen dafür ist leistbar.“ Wichtig sei allerdings, dass es sich hierbei nicht um eine Impfpflicht durch die Hintertür handeln dürfe, sondern es immer eine freiwillige individuelle Entscheidung der Schüler:innen und Lehrkräfte für oder gegen eine Impfung bleibe.

„Einmal mehr zeigt sich auch hier, dass berufsbildende Schulen differenziert von allgemeinbildenden Schulen betrachtet werden müssen. An berufsbilden Schulen lernen überwiegend volljährige Schüler, die nicht mehr das Einverständnis ihrer Eltern benötigen, sondern eigene Entscheidungen treffen wollen und können. Daneben sind sich die Berufsbildner ihrer Verantwortung für ihre Schüler:innen auch an dieser Stelle sehr bewusst. Jede Entscheidung, ob für oder gegen die Impfung, wird selbstverständlich respektiert“, sagt Maiß.

Bei den berufsbildenden Schulen schützt die sichere Schule auch die Ausbildungsbetriebe und damit den Kern des wirtschaftlichen Lebens. „Es geht darum, einerseits möglichst sichere berufsbildende Schulen zu schaffen und andererseits zu verhindern, dass unsere Auszubildenen das Virus in die Unternehmen tragen, um auch die Betriebe und damit die Wirtschaftskraft Deutschlands zu erhalten“, sagt Maiß und bekräftigt: „Für den BvLB sind geimpfte Lehrkräfte und Schüler:innen an den berufsbildenden Schulen ein Garant für einen reibungslosen und erfolgreichen Unterricht.“

Schulen können sichere Orte sein und damit Präsenzunterricht gewährleistet werden, wenn

  • AHA-L Regeln eingehalten werden
  • alle Hygienekonzepte konsequent angewendet und befolgt werden
  • regelmäßig getestet wird
  • Klassen- und Gemeinschaftsräume mit Luftfilteranlagen ausgestattet sind
  • möglichst Schüler:innen und Lehrkräfte geimpft sind.

Wenn Impfen einerseits den Einzelnen und andererseits die Gemeinschaft schützt, dann gilt das auch für die Schule. Durch das Impfen kann der weitere Verlauf der Pandemie beeinflusst und hoffentlich letztlich ganz eingedämmt werden.


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