Das Aktionsbündnis Bildung und Beschäftigung stellt Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungssituation vor

Mehr Ausbildungsplätze und eine bessere Berufsorientierung, das sind zentrale Ziele des Hamburger Aktionsbündnisses Bildung und Beschäftigung, in dem Senat, Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und team-arbeit Hamburg seit Dezember 2008 zusammenarbeiten. Bürgermeister Ole von Beust, die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch, der Vizepräses der Handelskammer Dr. Karl-Joachim Dreyer und der Vorsitzende des DGB Hamburg Uwe Grund haben heute erste Arbeitsergebnisse vorgestellt.

30.09.2009 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Der Senat stellt mit dem "Sofortprogramm Ausbildung 2009" 600 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Für den doppelten Abiturjahrgang wollen die Kammern bei ihren Mitgliedern 1130 zusätzliche Ausbildungsplätze einwerben, die Freie und Hansestadt Hamburg hat ihr Ausbildungsangebot um 250 Plätze erhöht, die auch dem Doppeljahrgang zu gute kommen. Darüber hinaus wurde ein Konzept zur Berufs- und Studienorientierung erarbeitet, das ebenfalls heute vorgestellt wurde. Viertes Arbeitsergebnis: Arbeitsagentur Hamburg und Behörde für Schule und Berufsbildung haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, mit der die enge Zusammenarbeit von Schulen und Berufsberatung geregelt wird.

"Sofortprogramms Ausbildung 2009"

Das "Sofortprogramm Ausbildung 2009" des Senats wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Hamburg sowie den Kammern und Verbänden geplant. Der Senat fördert 500 außerbetriebliche Ausbildungsplätze bei Bildungsträgern zum Ausbildungsbeginn 1.Februar 2010. Diese Ausbildungen können nach der Hälfte der Ausbildungszeit in einem Betrieb fortgesetzt werden. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die einen Ausbildungsplatz gesucht, aber bisher keinen erhalten haben und die Schule höchstens mit einem schwachen Realschulabschluss verlassen haben.

Neu an dem Programm ist, dass die Jugendlichen in den Berufs- und Ausbildungsvorbereitungsklassen des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung für die Ausbildung fit gemacht werden. Die Ausbildungsplätze werden im Rahmen eines Wettbewerbs vergeben. Der Senat wird für dieses Programm zwischen 12 und 14 Millionen Euro aufwenden. Im Rahmen des Sofortprogramms werden bereits 100 betriebliche Ausbildungsplätze im Bereich der ambulanten Altenpflege in Kooperation mit der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz gefördert.

Interessierte Jugendliche und Anbieter von Ausbildungsmaßnahmen können weitere Informationen unter www.hamburg.de/bwa/ erhalten.

Doppelter Abiturientenjahrgang in Hamburg 2010

Für den doppelten Abiturientenjahrgang werden voraussichtlich zusätzliche Ausbildungsplätze erforderlich sein und zwar für die Jahre 2010 bis 2015.

Handelskammer, Handwerkskammer und der Unternehmensverband Nord haben angekündigt, bei ihren Mitgliedern um zusätzliche Ausbildungsplätze zu werben mit dem Ziel, insgesamt 1.130 zusätzliche Plätze anbieten zu können. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat ihr Ausbildungsangebot um 250 Plätze erhöht, die zum Teil auch Abiturienten zugute kommen.

Das Aktionsbündnis für Bildung und Beschäftigung hat darüber hinaus die in der Stadt bestehenden Angebote für den Übergang der Absolventen der gymnasialen Oberstufe in Ausbildung und Studium zusammengetragen.

So hat das Team für akademische Berufe der Agentur für Arbeit seine berufsorientierenden Angebote verstärkt. Im Berufsinformationszentrum finden Veranstaltungen zur Berufsorientierung für Eltern und Schüler statt. Handelskammer und Handwerkskammer werben in den Abgangsklassen für Ausbildungs- und duale Studienplätze. Die Universität Hamburg bietet Service im CampusCenter sowie Praktika und Schnupperstudien, insbesondere an den MIN-Fakultäten (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften). Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg erweitert ihre Angebote zur zentralen Studienvorbereitung; dabei wird auch ein Chat für Studieninteressierte angeboten. Die TU Harbung macht das Thema "doppelter Abiturientenjahrgang" zum Informationsschwerpunkt auf der Fachmesse für Produktionstechnik "NORTEC 2010".

Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung in Hamburg vom 30.September 2009

Die Agentur für Arbeit und die Behörde für Schule und Berufsbildung haben eine verbindliche Zusammenarbeit in der Berufs- und Studienorientierung vereinbart, um Schulabgängerinnen und Schulabgänger aller Schulformen einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung, Studium und Erwerbsleben zu ermöglichen.

In der Rahmenvereinbarung werden die Aufgaben der Schulen im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung und die Aufgaben der Berufsberatung festgelegt. Jede Stadtteilschule und jedes Gymnasium wird ein verbindliches Konzept der Berufs- und Studienorientierung erstellen. Jeder Schüler und jede Schülerin soll einen individuellen Berufswegeplan erhalten, der regelmäßig fortgeschrieben wird, und einen festen Ansprechpartner in der Schule.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wird insbesondere Schulbesprechungen, regelmäßige Schulsprechstunden, Beratungen im Berufsinformationszentrum, themenspezifische Gruppenveranstaltungen sowie Elternabende und regionale Bildungsmessen anbieten. Darüber hinaus bietet sie neben der beruflichen Beratung, der beruflichen Orientierung und der Vermittlung in Ausbildungsstellen eine breite Palette von Dienstleistungen an, die flexibel eingesetzt werden können. Außerdem wird die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hamburg an den Regionalen Bildungskonferenzen teilnehmen, die im Jahr 2010 ihre Arbeit aufnehmen.

Hamburger Programm – Berufsorientierung und Berufswegeplanung

Mit dem "Hamburger Programm" liegt in Hamburg erstmals ein unter den Partnern des Aktionsbündnisses abgestimmtes Konzept der Berufs- und Studienorientierung vor. Die Partner verpflichten sich, ihren Beitrag zur beruflichen Orientierung und zum Übergangsmanagement zu leisten, ihre jeweiligen Beiträge abzustimmen und aufeinander zu beziehen. Das Hamburger Programm beschreibt Leitsätze und Erfolgsfaktoren, benennt die notwendigen Beiträge der jeweiligen Akteure und führt exemplarisch Bausteine, Instrumente und Strategien für ein Berufsorientierungskonzept auf.

Im Sommer nächsten Jahres wird der zweite Teil des Hamburger Programms erscheinen. In ihm werden Anregungen und Tipps für die Umsetzung der gemeinsamen Verantwortung, Beispiele für Kooperationsvereinbarungen, für die Arbeit mit dem Berufswegeplan, für die Organisation des Übergangs oder auch Beispiele für Beurteilungsbogen für Praktikantinnen und Praktikanten enthalten sein.

Das Aktionsbündnis:

Agentur für Arbeit
Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
Behörde für Wirtschaft und Arbeit (BWA)
Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG)
Bezirke
DGB Hamburg
Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft
Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II (team.arbeit.hamburg)
Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB)
Handelskammer Hamburg
Handwerkskammer Hamburg
Senatskanzlei
UVNord – Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und SchleswigHolstein e.V.
ver.di Hamburg


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden