Schleswig-Holstein

Erfolgsfaktor Glück – wie Berufsbildende Schulen von erfolgreichen Unternehmen lernen

Wie gelingt es jungen Menschen, im Leben erfolgreich zu sein? Antworten auf diese Frage gab der zweite Landesfachtag Berufliche Bildung "Herausforderungen der modernen Welt und Arbeitswelt an Berufsbildenden Schulen" in der ACO Thormannhalle. Der heutige Weg zum beruflichen Erfolg sieht nicht mehr so aus, wie ihn frühere Generationen erlebt haben – die Lebens- und Arbeitswelt wandelt sich permanent. Flexibilität ist gefragt und besonders die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

19.09.2012 Pressemeldung Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen IQSH

"Wir wollen dem Wandel begegnen, bevor der Wandel uns begegnet", sagte Dr. Stephan Jansen, Leiter des Landesseminars Berufliche Bildung des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) heute (19. September). Kernaufgabe der Beruflichen Bildung sei es, junge Menschen so zu qualifizieren, dass sie in einem hart umkämpften globalen Markt erfolgreich bestehen könnten. "Dieser Landesfachtag hat gezeigt, dass es auf den Menschen ankommt", so Jansen. Für diese Sichtweise müssen wir unsere Lehrkräfte, die wir ausbilden, noch stärker sensibilisieren. "Diese Sensibilisierung werde daher auf den zukünftigen internen Dienstversammlungen der Studienleiterinnen und Studienleiter ein Themenschwerpunkt sein. "Zudem werden wir diesen Aspekt auch in unseren Fortbildungen zur Organisationsentwicklung sowie zur Personal- und Unterrichtsentwicklung verstärken, sodass die Beruflichen Schulen für die Zukunft gut gerüstet sind", umriss Jansen die Konsequenzen, die das Landesseminar aus der Tagung zog.

Die Tagung bot den 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Schule, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Kammern mit ihren hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft vielfältige Anregungen für die Unterrichts- und Schulentwicklung der Berufsbildenden Schulen: darunter Themen wie "Lebenskompetenz und Lebensfreude", "Professionell und gesund Schule machen", "Erkenntnisse aus der Zukunftsforschung für die Berufliche Bildung", "Mehr Power fürs ICH – Die Kraft der positiven Egoisten", oder "Berufliche Bildung zwischen Globalisierung und Regionalisierung – Zukunftsvisionen für Schleswig-Holstein".

"Lebenskompetenz und Lebensfreude" sind für den Begründer des Schulfachs Glück und ehemaligen Schulleiter Ernst Fritz-Schubert wichtige Zielkategorien pädagogischen Handelns, die auch in der Beruflichen Bildung zum Tragen kommen sollten. Das Regionale Berufsbildungszentrum 1 für Soziales, Ernährung und Bau in Kiel hat beispielsweise seine 240 Lehrkräfte zum "Schulfach Glück" bereits fortgebildet. "Junge Menschen dazu befähigen, ihre ´Berufe zu Berufungen zu machen`", darin sieht Dr. Ingo Rollwagen, Senior Analyst für Zukunftsfragen der Deutschen Bank Research, einen Erfolgsfaktor für die schulische Arbeit. Nur so könne das Land Schleswig-Holstein vom Strukturwandel hin zur globalen, wissensintensiveren, nachhaltigen Produktion profitieren. Dazu müssten möglichst viele junge Menschen breite, didaktisch gut aufgearbeitete, spezialisierte Lernimpulse zu maritimen Technologien, Sicherheitstechnik, Qualitätssicherung, Reststoffverwertung sowie zur gesunden Lebensführung und Ernährung erhalten.


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