Integration

In NRW wurden 2014 über 4 800 Anträge auf Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse gestellt

Im Jahr 2014 wurden in Nordrhein-Westfalen 4 836 Anträge auf Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wurden in 2 739 Fällen - und damit in mehr als der Hälfte (56,6 Prozent) der im vergangenen Jahr gestellten Anträge - die Anträge von Frauen gestellt.

17.09.2015 Pressemeldung Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Bis zum Jahresende 2014 wurden 3 498 Verfahren entschieden - dabei wurde in 2 679 Fällen (55,4 Prozent) eine vollständige Gleichwertigkeit festgestellt. 447 Fälle wurden negativ beschieden und 372 waren beschränkt positiv, d. h., dass noch weitere Voraussetzungen zu erbringen waren. In 1 335 Fällen stand die Entscheidung Ende 2014 noch aus.

Die Liste der Referenzberufe führten 2014 Ärztinnen und Ärzte mit 1 287 Anerkennungsverfahren an, gefolgt von Gesundheits- und Krankenpfleger(inne)n (726 Verfahren), Erzieher(inne)n (399), Ingenieur(inn)en (348) und Physiotherapeut(inn)en mit 270 Anerkennungsverfahren.

Über die Hälfte der Antragsteller (2 823 bzw. 58,4 Prozent) hatte eine Staatsangehörigkeit aus den EU-Staaten, weitere 807 Personen eine aus den übrigen europäischen Staaten. 684 Anerkennungsverfahren wurden für Personen mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit durchgeführt. Die meisten der 4 836 Anträge wurden von Personen mit deutschem Pass (795) gestellt, gefolgt von Personen mit polnischer (480), rumänischer (240), griechischer (237) und niederländischer (231) Staatsangehörigkeit. Als erstes nicht europäisches Land stehen syrische Staatsangehörige mit 207 Anerkennungsverfahren an sechster Stelle.

Die Feststellung der Gleichwertigkeit im Ausland erworbener Ausbildungsnachweise ist aufgrund des am 1. April 2012 in Kraft getretenen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes und des Gesetzes zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen in Nordrhein-Westfalen vom 28. Mai 2013 möglich. Aus Gründen der Geheimhaltung (§ 16 Bundesstatistikgesetz) werden Daten nur gerundet weitergegeben.


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