Kultusminister Schneider würdigt Zunahme internationaler Kontakte der Beruflichen Schulen

Auf das Achtfache seit 2004, und zwar derzeit knapp 1,3 Millionen Euro jährlich, angewachsen ist die Summe, mit dem der Austausch zwischen staatlichen Beruflichen Schulen aus Bayern mit Partnern und Unternehmen in anderen europäischen Ländern gefördert wird.

19.08.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich freue mich, dass sich die Anzahl der Lehrkräfte, Schüler und Ausbilder aus Bayern, die damit Wissen und Erfahrungen austauschen, aber auch eine menschliche Brücke zwischen den Staaten Europas spannen, seit 2004 verdoppeln konnte." So würdigte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider das gemeinsame Engagement von Schulen und Betrieben um den Dialog in Europa. Bayern liegt bei der Anzahl der geförderten Projekte und Teilnehmer nach dem bevölkerungsreicheren Nordrhein-Westfalen nun auf Platz 2 im bundesdeutschen Vergleich.

"So wie Europa weiter zusammenwächst, muss es unser Bestreben sein, den Austausch von pädagogischen Fachkräften und Schülern sowie Mitarbeitern von Unternehmen weiter intensiv zu fördern", so Kultusminister Schneider. Der Kultusminister begrüßt die Bandbreite der geförderten Projekte. Sie reicht von der "frühkindlichen Förderung im multikulturellen Umfeld" der Staatlichen Berufsfachschule für Kinderpflege in Grafenau mit einem britischen Partner bis hin zur "Rolle der Berufsschule in der Berufsausbildung" der Staatlichen Berufsschule II in Fürth mit einer Partnerschule in der Slowakei. Die Palette erstreckt sich von der "Weiterbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten für Industriekaufleute" von der Staatlichen Berufsschule II Passau mit London bis zum Austausch von angehenden Fluggerätemechanikern der Staatlichen Berufsschule Erding mit einer Partnerschule in Udine und mit Air Dolomiti, Italien.

Von der Berufsschule II in Ingolstadt besuchen derzeit zukünftige Steuerfachangestellte und Rechtsanwaltsgehilfen Sprachkurse und Praktika in Eastbourne, England. Aus Prag zurückgekehrt sind gerade Lehrkräfte und Ausbilder aus dem Einzelhandel, die in Zusammenarbeit mit tschechischen Unternehmen dort Prüfungsaufgaben für die oberbayerische IHK entworfen haben.

Im Jahr 2004 entsandten staatliche und kommunale Schulen und Einrichtungen sowie Betriebe aus dem Freistaat gerade 835 Personen in das europäische Ausland, in der ersten Hälfte des Jahres 2008 waren es schon 1710. Die Fördersumme betrug im Jahr 2004 noch knapp 735.000 €, im ersten Halbjahr 2008 dagegen bereits über 2,3 Millionen €.

Das Mobilitätsprogramm Leonardo da Vinci wird von Mitteln der Europäischen Union gespeist, Schulen und Unternehmen werden von Ansprechpartnern in Bayern beraten und begleitet.


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