"Lebenslanges Lernen – eine Herausforderung auch für die Schule"

"Lernen heißt Lachen. Lernen heißt in Bewegung bleiben. Lernen heißt Gespräche führen. Schule muss die angeborene Neugier und Begeisterung für das Lernen fördern und erhalten." So beginnt die Resolution des Bundeselternrats zum lebenslangen Lernen, in der unter anderem gefordert wird, dass "keine SchülerInnen die Schule ohne Abschluss verlassen."

02.06.2008 Pressemeldung Bundeselternrat

Alle Kinder haben ein Grundrecht auf qualitativ hochwertige und umfassende Bildung, die sie befähigt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Individuelle Förderung entscheidet darüber, ob unsere Kinder sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen entwickeln können.

In jeder Schulgemeinschaft muss eine Anerkennungskultur gelebt werden: Lob und Anerkennung verstärken die Freude am Lernen - Persönliche Stärken fördern statt Schwächen suchen!

Individuelle Förderung gewährleistet den frühzeitigen Abbau jeder Form von Benachteiligung. Die Chancengleichheit der Kinder darf nicht vom Engagement einzelner Lehrer abhängig sein. Deshalb ist die Verpflichtung aller LehrerInnen zur permanenten Weiterbildung, die dem Qualitätsbedarf der Schule entspricht, unerlässlich.

Die Vorbereitung auf ein lebenslanges Lernen setzt ein intensives Beschäftigen mit Arbeitstechniken und methodischen Möglichkeiten voraus, sich selbst Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen und anzuwenden. Integrative Schulformen mit heterogenen Lerngruppen und längerem gemeinsamem Lernen nutzen schon heute diese Chance.

Dafür fordern wir umgehend adäquat ausgebildete LehrerInnen für alle Lernenden.

Ebenso ist die konsequente Flexibilisierung von Schullaufbahnen ein Weg, um auf individuelle Belange von SchülerInnen einzugehen. Allen Lernenden muss die individuell notwendige Zeit für ihren angestrebten Schulabschluss gegeben werden!

Der BER fordert, dass keine SchülerInnen die Schule ohne Abschluss verlassen.

Abschlüsse in Schule und Beruf sowie Zertifikate in Fort- und Weiterbildung sind entscheidend für die individuellen Biographien. Die Herausforderung für zeitgemäße Schulen besteht darin, sich weg von der derzeitigen Abschlussorientierung hin zu einer Anschlussorientierung zu entwickeln.

Die Berufs- und Studienorientierung muss gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus sein. Ein wesentliches Ziel ist die Minimierung der Abbrecherquote. Die Erkenntnisse vieler Projekte, die Übergänge von Schule-Beruf und Schule-Studium begleiten, sollen allen SchülerInnen zugänglich gemacht werden. Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, dass dabei die gesamte Bandbreite des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in den Blick genommen wird.

Lebenslanges Lernen braucht Neugier, Begeisterung und das Wissen um die Möglichkeiten.

Ansprechpartner

Bundeselternrat

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