Neue Klassen und Neueinstellungen an den Beruflichen Schulen
Die Kultusministerin teilt die Bedenken von DGB und den führenden baden-württembergischen Wirtschaftsverbänden zum strukturellen Unterrichtsdefizit an den beruflichen Schulen. Es sei deshalb wichtig, dass immerhin an den Beruflichen Gymnasien im Land im kommenden Schuljahr insgesamt 100 neuen Klassen entstehen.
05.08.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDadurch würden die Kapazitäten an den Beruflichen Gymnasien deutlich ansteigen. Dies entspreche einem zentralen Anliegen von Grünen und SPD ebenso wie den Empfehlungen der Enquetekommission des Landtags "Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft".
"Damit können wir dem großen Andrang auf die Beruflichen Gymnasien besser entsprechen ", erklärt Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer.
Wichtig sei außerdem, dass sich die Einstellungskontingente für Lehrerstellen an allen beruflichen Schulen deutlich erhöhen. Ziel ist letztlich die Gleichstellung des allgemeinen und beruflichen Bildungswesens.
Allerdings sei es aus finanziellen Gründen nicht möglich, die Versäumnisse der Vergangenheit so schnell aufzufangen, wie dies wünschenswert wäre. Das Kultusministerium wird deshalb für die anstehenden Haushaltsberatungen Vorschläge erarbeiten, wie das strukturelle Unterrichtsdefizit weiter gesenkt werden kann.
Mit über 1.080 Deputaten liegt das Einstellungskontingent für die beruflichen Schulen zum Schuljahr 2011/12 deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Trotz zurückgehender Schülerzahlen verbleiben den Schulen nicht nur alle frei werdenden Stellen, sondern es werden darüber hinaus zusätzliche Stellenkontingente bereitgestellt: 200 Stellen zur Senkung des Klassenteilers, 150 Stellen zur Einrichtung von 100 zusätzlichen Klassen des beruflichen Gymnasiums und rund 160 Stellen für Projekte der Enquete-Kommission.
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