Plurales Ausbildungssystem entwickeln

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, die beruflichen Vollzeitschulen auszubauen. "Das geplante Berufseinstiegsjahr löst das Problem nicht, dass es zu wenig Ausbildungsplätze gibt. Jedes Jahr im September endet für viele Jugendliche ihre vergebliche Lehrstellensuche in den Beruflichen Schulen. Auch Hauptschüler mit guten Leistungen bleiben zunehmend ohne Ausbildung. Wenn es der Landesregierung und den Arbeitgebern nicht gelingt, genügend Ausbildungsstellen zu schaffen, müssen die Berufsfachschulen und Berufskollegs ausgebaut und die Lernbedingungen im Berufsvorbereitungsjahr verbessert werden", sagte am Dienstag (25.07.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

25.07.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW schlägt vor, ein plurales Ausbildungssystem zu entwickeln, in dem es sowohl die duale Ausbildung in Betrieb und Schule sowie voll qualifizierende Ausbildungen in Schulen gibt.

In Baden-Württemberg steigen seit Jahren die Schüler/innenzahlen im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Immer mehr Hauptschüler/innen mit Abschluss finden keine Lehrstelle und müssen das BVJ besuchen. Im Schuljahr 2005/06 besuchten 13.520 Schüler/innen das BVJ (2001/02: 11.220), weitere 3.327 private berufsvorbereitende Berufsfachschulen und Sonderberufsfachschulen (2001/02: 849). 2005/06 hatten 8.059 BVJ-Schüler/innen einen Hauptschulabschluss (2001/02: 5.173).

Von den 406.971 Schüler/innen an Beruflichen Schulen im Schuljahr 2004/05 besuchten 198.880 Berufsschulen (Duales System), 61.935 Berufsfachschulen, 52.567 Berufskollegs und 18.609 Fachschulen.

(Quellen: Stat. Landesamt, Landtagsdrucksache 13/522)

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GEW Baden-Württemberg

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