Bildungsangebot

Weiterbildung ist eine Aufgabe, die wir auf vielen Schultern tragen müssen

"Gerade während und nach einer Krise erkennen wir die Bedeutung des lebensbegleitenden Lernens besonders. Es ermöglicht uns, auf große Veränderungen zu reagieren und unsere eigene und gemeinsame Zukunft aktiv zu gestalten", sagte Bildungs- und Kulturministerin Karin Prien gestern in der Debatte um die Reform des Weiterbildungsgesetzes.

20.11.2020 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
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Prien bezeichnete die Weiterbildung als Schlüssel zu einer inklusiven Gesellschaft, zu einer dauerhaften selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur langfristigen Fachkräftesicherung. Deshalb sei es wichtig, die Weiterbildung auszubauen. "Wir müssen künftig mehr tun", sagte die Ministerin. "Wir brauchen eine umfassende Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote. Hilfreich wären dafür externe Sachverständige und eine Bedarfsanalyse."

Prien hob die Rolle der Volkshochschulen für die Weiterbildung hervor. Sie seien Orte, die unabhängig vom formellen Bildungsgrad für jedermann offen seien, die die Eintrittsschwelle gerade für Menschen aus sozial- und bildungsbenachteiligten Schichten niedrig hielten. "Durch den Abbau von Bildungsbarrieren helfen die Volkshochschulen, das Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft einzulösen", sagte sie. Das Land habe die Volkshochschulen deshalb auch seit Ausbrauch der Pandemie mit Soforthilfen und Fördermitteln für Kultur-Digitalisierungsprojekte gut unterstützt sowie mit zwei Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm und bis 2022 würden Alphabetisierungsprogramme mit einer halben Million Euro gefördert. Prien wies aber auch darauf hin, dass Weiterbildung nicht nur in den Volkshochschulen stattfinde. "Wenn wir wirklich zukunftsweisend etwas verändern wollen, dann müssen wir Weiterbildung in allen Bereichen weiterentwickeln", so die Ministerin. Das umfasse alle öffentlichen und privaten Träger, die Partner in der Wirtschaft und die beruflichen Schulen und die Hochschulen. Auf der Basis der zu erstellenden Bedarfsanalyse könnten dann passgenaue und bedarfsorientierte Lösungen erarbeitet werden. "Weiterbildung ist eine Aufgabe, die wir auf vielen Schultern tragen müssen", so die Ministerin.


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