Weiterhin ansteigende Schülerzahl an privaten beruflichen Schulen

Im laufenden Schuljahr 2010/11 werden an den beruflichen Schulen in Baden-Württemberg knapp 415 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet (ohne Schulen für Berufe des Gesundheitswesens). Nach den Ergebnissen des Statistischen Landesamtes sind das rund 5 540 Schüler weniger als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Gesamtschülerzahl können die privaten beruflichen Schulen weiterhin einen moderaten Zuwachs verbuchen.

21.03.2011 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Mit insgesamt knapp 44 480 Jugendlichen besuchen gut 1 800 mehr die privaten beruflichen Schulen des Landes als im vorangegangenen Schuljahr. Damit wurde rund jeder neunte Schüler an einer Einrichtung in freier Trägerschaft unterrichtet. In den letzten zwei Jahrzehnten hat der Anteil der "Privatschüler" an beruflichen Schulen kontinuierlich zugenommen, vor zwanzig Jahren lag ihr Anteil noch bei 5 Prozent.

Der Anstieg der Schülerzahl ist im Schuljahr 2010/11 an fast allen privaten beruflichen Schularten zu verzeichnen. Mit rund 730 Schülerinnen und Schülern hatten die privaten Berufsfachschulen den höchsten Zuwachs. Dieser Anstieg auf knapp 12 530 Teilnehmer ist ausschließlich auf die Sozialberufe an den Berufsfachschulen im Bereich des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren zurückzuführen.

Wie bei den öffentlichen beruflichen Schulen haben die privaten Einrichtungen ebenfalls in den Schularten einen Zuwachs zu verzeichnen, die eine Hochschulreife vermitteln. Die Schülerzahl an den privaten beruflichen Gymnasien ist um knapp 580 auf nun rund 3 860 Schülerinnen und Schüler angestiegen. An den privaten Berufsoberschulen (ohne Berufsaufbauschulen) als Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges wuchs die Teilnehmerzahl um fast 90 auf nun 161. Die deutliche Zunahme ist hauptsächlich auf den weiteren Ausbau dieser mehrjährigen Bildungsgänge zurückzuführen. Auch die Neugründungen von vier sozialwissenschaftlichen Gymnasien und zwei Wirtschaftsoberschulen führten zu einem Anstieg der Schülerzahlen. Berufsoberschulen in freier Trägerschaft werden erst seit dem Schuljahr 2006/07 angeboten.

Auch die privaten Berufskollegs konnten erneut einen Zuwachs um rund 340 Schülerinnen und Schüler verbuchen. Gegenwärtig besuchen 16 540 Jugendliche diese nichtstaatlichen Einrichtungen. An den privaten Fachschulen ist die Zunahme um knapp 200 Teilnehmer auf die Fachschulen im Bereich des Sozialministeriums zurückzuführen. Gegenwärtig wird diese Schulart von rund 6 350 Weiterbildungswilligen besucht. Lediglich an den privaten Berufsschulen (vor allem Sonderberufsschulen) nahm die Schülerzahl geringfügig um rund 100 auf nunmehr gut 5 040 Schüler ab.


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