"Wirtschaft engagiert sich auch im Ausbildungsjahr 2008/2009 vorbildlich - Duale Berufsausbildung in Bayern sehr erfolgreich"

"Ich freue mich ganz besonders, dass der Bayerische Handwerkstag, aber auch die Betriebe der Bayerischen Wirtschaft, hier stellvertretend die Firma Blomberger, sich auch diese Jahr überdurchschnittlich für die Ausbildung der jungen Menschen im dualen System in Bayern engagieren", so Kultusminister Siegfried Schneider. "Die Betriebe leisten dadurch Großartiges für die Auszubildenden und sichern sich selbst einen hochqualifizierten Nachwuchs. So kann die Bayerische Wirtschaft weiterhin auf hohem Niveau rangieren", stellte der Kultusminister anerkennend fest.

04.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Gerade die duale Berufsausbildung verhelfe Bayern mit 3,2 % im Juli 2008 zur niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit deutschlandweit - in Bayern beginnen 59,1 Prozent der Schulabgänger eine duale Ausbildung, im Bundesdurchschnitt nur 43,5 Prozent. Bayern investiere 8 Mio. Euro in Kooperationsmaßnahmen für Jugendliche ohne Ausbildungsstelle. Mit neuen Möglichkeiten, wie etwa dem Berufseinstiegs- oder dem Berufsintegrationsjahr, können bis zu 7.000 Schülerinnen und Schüler die Ausbildungsreife erreichen und einen fehlenden Hauptschulabschluss nachholen.

"Unser Ziel ist es, dass alle Jugendlichen die Ausbildungsreife erlangen. Hierfür setzen wir gerade auf die Hauptschule als die Schule für handwerkliche, technische und soziale Berufe. Die Hauptschule wird in Bayern ausgebaut, nicht abgeschafft", so Minister Schneider nachdrücklich. In Bayern werden auch besonders motivierte und leistungsorientierte junge Menschen an beruflichen Schulen intensiv gefördert. So stehen den jungen Menschen mit und ohne Berufsausbildung über die Berufliche Oberschule ab dem Schuljahr 2008/2009 noch mehr Möglichkeiten bis hin zum universitären Studium offen: Tragende Säulen seien dabei der Ausbau der FOS 13 und Brückenangebote für deren Schüler. "Und mit den neuen doppelqualifizierenden Angeboten können Auszubildende neben ihrer Ausbildung auch bereits die Fachhochschulzugangsberechtigung erwerben", unterstreicht der Kultusminister die Breite des Angebotes abschließend.

"Am Jahresende 2007 verzeichneten wir ein Rekordplus von über sechs Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen auf über 32.000. Insgesamt sind im bayerischen Handwerk im vergangenen Jahr über 88.000 junge Menschen ausgebildet worden. Die Ausbildungsquote, also der Anteil der Lehrlinge an den Beschäftigten, beträgt damit 10,3 Prozent. Das ist ein absoluter Spitzenwert, den man in anderen Wirtschaftsbereichen vergeblich suchen wird und der die große Bedeutung der Ausbildungsleistung des bayerischen Handwerks unterstreicht", erklärt Heinrich Traublinger, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT).

Das hohe Ausbildungsniveau in Bayerns Handwerksbetrieben konnte auch heuer gehalten werden. Zwar gibt es regionale Unterschiede bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen, dennoch lagen Ende August 21.135 neue Lehrverträge vor, nur ein knappes Prozent weniger als im Rekordjahr 2007 und deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Die Erfahrung zeigt, dass Anfang September erst ca. 60 Prozent aller Ausbildungsverträge des Gesamtjahres vorliegen. So haben Jugendliche, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, weiterhin die Chance auf eine Lehrstelle. Traublinger: "Wir sind optimistisch, dass das bayerische Handwerk bis zum Jahresende wieder an die Vorjahreszahl herankommen wird. Dennoch müssen wir im "Wettbewerb" um den Berufsnachwuchs auch völlig neue Wege gehen, um die Jugendlichen für eine Ausbildung zu begeistern."

Das bayerische Handwerk hat daher in diesem Jahr in Form einer Castingshow erstmals Bayerns "Supermacher" ermittelt. Knapp 1.000 Jugendliche aus ganz Bayern hatten sich beworben, die 25 Sieger der Regionalcastings traten Ende Juli zum großen Finale an.

Marion Vogt
Sprecherin im Kultusministerium
Tel. 089 2186-2108

Jens Christopher Ulrich
Sprecher der Handwerkskammer
Tel. 089 5119-122


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