Ausschuss

Enquete Berufliche Bildung konstituiert

Die neue Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" hat am Donnerstagmittag ihre Arbeit aufgenommen. Den Vorsitz übernimmt Stefan Kaufmann (CDU), ein stellvertretender Vorsitzender wird später bestimmt.

27.09.2018 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Bundestag
  • © www.pixabay.de

Dem Gremium gehören in den kommenden zweieinhalb Jahren 19 Bundestagsabgeordnete und 19 externe Sachverständige an. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eröffnete die konstituierende Sitzung und betonte die neuen Herausforderungen vor der die Berufliche Bildung angesichts der Digitalisierung stehe. Die Enquete habe den Auftrag "die Entwicklungsperspektiven der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der künftigen Arbeitswelt zu untersuchen und die ökonomischen und sozialen Potentiale einer Modernisierung zu prüfen", sagte Schäuble. Dies umfasse auch, dass vorhandene Stärken ausgebaut und mögliche Hürden abgebaut werden. Ein besonderes Augenmerk soll in der Strategie darauf gelegt werden, dass die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gestärkt werde, sagte der Bundestagspräsident und wünschte den Mitgliedern der Kommission "Kraft, Ausdauer, politische Leidenschaft und demokratischen Geist" bei der Arbeit.

"Für mich persönlich kann die Bedeutung der beruflichen Bildung als Grundlage unserer Wirtschaftskraft nicht hoch genug eingeschätzt werden", sagte der Vorsitzende der Kommission, Stefan Kaufmann. Er betonte das hohe Ansehen der beruflichen Bildung im Ausland, hob aber auch hervor, dass das System noch besser werden könne. "Es bedarf eines Updates, das eine Kraftanstrengung darstellt, die nur gemeinsam in vielen einzelnen Schritten geleistet werden kann", sagte Kaufmann. In der Enquete wolle man abseits der Tagespolitik an einer fundierten Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Politik arbeiten.

Von Sachverständigen-Seite sind Experten aus Gewerkschaften, dem Weiterbildungsbereich, der Lehrerbildung, von Universitäten und Forschungsinstituten, aus der Wirtschaft sowie aus Schulen und der Pädagogik vertreten.

Der Bundestag hatte am 28. Juni 2018 bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, die Enquete-Kommission einzusetzen. Dem Beschluss lag ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Die Linke (19/2979) zugrunde. Nach der parlamentarischen Sommerpause 2021 soll das Gremium einen Abschlussbericht vorlegen.

Einmal im Monat kommt die Enquete-Kommission künftig zusammen. Die erste Sitzung soll am 26. November stattfinden. (hib/LBR)

Ansprechpartner

Deutscher Bundestag

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden