60 Jahre Deutsches P.E.N.-Zentrum: Kulturstaatsminister Bernd Neumann lobt Engagement für Freiheit des Wortes

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am Mittwoch in Berlin die Jubiläumstagung des Deutschen P.E.N-Zentrums eröffnet. In seiner Rede betonte er:

19.11.2008 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"Seit nunmehr 60 Jahren, seit seiner Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg, setzt sich das Deutsche Zentrum des P.E.N. für die uneingeschränkte Freiheit des Wortes ein. Ein Blick in die Welt zeigt uns, wie weit wir von diesem Ziel immer noch entfernt sind, wobei wir auch Teile Europas leider nicht ausnehmen können. Es ist das Verdienst des P.E.N., dass weltweit die Aufmerksamkeit auf diejenigen gerichtet wird, die zum Schweigen gebracht werden sollen. Von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist das erklärte Ziel dieser wichtigen Schriftstellervereinigung, gegen politische Fehlentwicklungen aktiv Stellung zu nehmen und sich besonders gegen jede Art von Zensur zu wenden." Bernd Neumann verwies mit Blick auf die deutsche Geschichte auf die besondere Verpflichtung der Bundesrepublik, sich für verfolgte Schriftsteller einzusetzen: "Aus dieser Verantwortung heraus hat die Bundesregierung gemeinsam mit dem Deutschen P.E.N.-Zentrum und auf dessen Initiative hin vor fast zehn Jahren ein weltweites Stipendienprogramm für bedrohte Schriftsteller "Writers in Exile" ins Leben gerufen, welches seither aus Bundesmitteln finanziert wird."

Das P.E.N.-Zentrum Deutschland erhält seit Jahren anlassbezogen finanzielle Unterstützung aus dem Hause des Kulturstaatsministers. So wurden im Jahre 2006 rund 1 Million Euro für die Ausrichtung des 72. Internationalen P.E.N.-Weltkongresses in Berlin zur Verfügung gestellt. Das P.E.N.-Zentrum Deutschland ist zudem Träger des Projektes "Writers in Exile". Diese Initiative wird seit dem Jahr 1999 durch den BKM finanziert und jährlich mit 300.000 Euro unterstützt. Bedrohte Schriftsteller und Journalisten können mit Hilfe dieses Projektes vorübergehend in Deutschland eine sichere Heimat finden.

Unter dem Titel "Engagement der Einzelgänger" hat die Schriftstellervereinigung P.E.N. nun in die Stiftung Brandenburger Tor eingeladen, um mit Mitgliedern und engagierten Intellektuellen Rückblick zu halten und über die Freiheit des Wortes zu diskutieren. Der P.E.N. (Poets, Essayists, Novelists) wurde 1921 gegründet und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller. Mitglied des P.E.N. kann nur werden, wer von einem der Zentren in den verschiedenen Ländern aufgrund besonderer schriftstellerischer Leistungen hinzu gewählt wird und sich zu den Prinzipien des Clubs bekennt.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden