Aushändigung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Rudi Marx
Im Auftrag des Bundespräsidenten überreicht Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag, dem 30.10.2008 um 16 Uhr 15 im Heimatmuseum "Alt School", Lebacher Str. 1 in Illingen-Wustweiler, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Rudi Marx.
28.10.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandHerr Rudi Marx engagiert sich seit fast drei Jahrzehnten in unterschiedlichen Bereichen seiner Heimatgemeinde als Anreger und Motor, der sich durch seine Bereitschaft zum Dialog und seine Kompetenz allgemeiner Anerkennung und Wertschätzung erfreut.
Die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Rudi Marx konzentrieren sich auf seinen Geburts- und Wohnort Wustweiler, wo er bereits im Alter von 16 Jahren bei der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) engagiert und maßgeblich an der Realisierung von Veranstaltungen für das jüngere Publikum, kulturellen Veranstaltungen sowie an deutsch-französischen Jugendbegegnungen beteiligt war.
Rudi Marx gehört auch zu den Theaterpionieren: Im Jahre 1979 baute er das "Theater für junge Leute" bei den Theaterfreunden "Die Ischele" mit auf und füllte 14 Jahre lang das Amt des Vorsitzenden aus. Für seine Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.
1979 kam von Rudi Marx der Impuls zur Bildung eines Arbeitskreises "Dorffest". Seit Anfang der 80er Jahre findet das "Wustweiler Dorffest" regelmäßig - inzwischen im zweijährigen - Turnus statt. Rudi Marx leitete fünf Mal erfolgreich als Organisationsleiter das Fest. Der Erlös aus diesen Veranstaltungen wird nur zum kleineren Teil an die teilnehmenden und mitarbeitenden Vereine ausgeschüttet. Der weitaus größere Teil fließt in den "Wustweiler Notfond", aus dem Bürgerinnen und Bürger Wustweilers unterstützt werden, die durch Krankheit oder Unfälle unverschuldet in Not geraten sind.
Der Ortsrat von Wustweiler, in dem Rudi Marx von 1984 bis 1989 als Fraktionssprecher tätig war, wählte ihn 1983 zum "Heimat- und Kulturpfleger", ein Amt, das er nun seit 24 Jahren bekleidet. Unmittelbar nach seiner Wahl initiierte er einen Ausschuss "Dorfverschönerung" unter Einbeziehung der maßgeblichen Vereine des Ortes. Siege im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" stellten sich alsbald ein, zunächst als Kreis- und Landessieger, dann konnte auch auf Bundesebene eine Bronzemedaille erzielt werden.
Weitere Aktivitäten waren zum Beispiel auch die Umnutzung der Alten Schule in ein dörfliches Kommunikationszentrum. Damit einhergehend der Aufbau und die Einrichtung des Heimatmuseums mit alten Plänen, Schriften und Nachbauten der auf dem Wustweiler Bann gefundenen Keltengräber: allesamt fest mit dem Namen Rudi Marx verknüpft. Als Leiter des Arbeitskreises Heimatkunde brachte er u. a. mehrere Publikationen heraus, so die Gedenkbücher zu den im Weltkrieg gefallenen Mitbürgern, eine Veröffentlichung zu den Brandgräbern von Wustweiler sowie ein Heimatbuch.
Von Rudi Marx stammte auch die Idee zum "Wustweiler Brief"; alljährlich um die Weihnachtszeit erhalten inzwischen rund 200 ehemalige Wustweiler Bürgerinnen und Bürger Post aus ihrer Heimat. Unterschrieben vom Ortsvorsteher, dem Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins und dem Initiator Rudi Marx erfahren die ausgewanderten Mitbürger auf diese Weise, was sich in der alten Heimat so alles ereignet hat. Diese Aktion gibt es nun seit 27 Jahren – die Wustweiler Briefe gehen bis nach Amerika und Australien und künden dort vom Wir-Gefühl der alten Heimat.
Rudi Marx hat in Ausübung seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten hohen Gemeinsinn gezeigt und sich damit Verdienste erworben. Sein Wirken hat Rudi Marx stets selbstlos und mit großem Enthusiasmus erbracht. Er hat sich dadurch Verdienste erworben, die eine Auszeichnung verdienen.
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