Migration

Bayerns Kultusminister und Koordinator der unionsgeführten Länder Dr. Ludwig Spaenle fordert solide Deutschkompetenz für Kinder von Zuwandererfamilien

"Deutsch genießt Priorität. Mit der deutschen Sprache spannen die jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Brücke zur Integration in der deutschen Mehrheitsgesellschaft und haben mit ihr auch den Schlüssel für schulischen und beruflichen Erfolg in ihren Händen", widerspricht Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Aussagen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Erdogan. Erdogan hatte gefordert, dass Kinder in türkischen Familien in Deutschland zunächst Türkisch lernen müssen.

28.02.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Solide Sprach-, Schreib- und Lesekompetenz in Deutsch sind für Minister Spaenle das "Minimum für einen erfolgreichen Weg der Kinder und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Miteinander mit einheimischen jungen Menschen". Spaenle ist gegenwärtig auch Koordinator der unionsgeführten Länder.

"Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche aus Familien, die ihr Leben in Deutschland aufbauen wollen, dieses Fundament mitbringen bzw. es legen - und zwar um ihrer selbst willen", so der Minister. Auf dem zum Teil durchaus anstrengenden Weg würden sie in den Kindergärten und Schulen mit entsprechenden Sprachfördermaßnahmen begleitet. Allein im Kindergarten werden sie z.B. in Vorkursen in Bayern mit 240 Stunden in Deutsch unterrichtet.

Deutsch als Priorität zu setzen, schließe nicht aus, dass die jungen Menschen auch die Herkunftssprache ihrer Familie erlernen.


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