Bildungsfinanzierung nur mit Steuergeld möglich

"Wenn Finanzminister Jens Bullerjahn darauf hinweist, dass eine Ausfinanzierung eines verbesserten deutschen Bildungssystems nur über Steuereinnahmen geht, sagte er die nüchterne Wahrheit", kommentierte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann, die heute vermeldeten Aussagen Bullerjahns.

22.09.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Das deutsche Bildungssystem, von der Kindertagesstätte bis zu den Universitäten, ist seit Jahren unterfinanziert. "Das trifft auch auf Sachsen-Anhalt zu", sagte Lippmann. Während die OECD und ernstzunehmende Wirtschaftsinstitute dies herausgearbeitet haben, hat die Politik immer wieder die Augen vor der Finanzierungsfrage verschlossen. Nach diesen Gutachten fehlen deutschlandweit jährlich 30 Mrd. Euro an der Bildungsfinanzierung, wenn man den Durchschnitt der Ausgaben der anderen OECD-Länder erreichen will. "Für Sachsen-Anhalt wären das jährlich eine Mrd. Euro", sagte Lippmann.

Es ist gut und richtig, dass jetzt auch Finanzpolitiker diese Wahrheit benennen. Es komme nun darauf an, die Quellen für eine sozial ausgewogene Steuer- und Finanzpolitik, die durchaus vorhanden sind, im Interesse der Zukunft des Landes aufzuspüren und entsprechende Konzepte auf den Weg zu bringen, fügte Lippmann hinzu.

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