Lehrerverband

BLLV-Präsident Klaus Wenzel im Amt bestätigt

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, wurde am heutigen Freitag bei der 52. Landesdelegiertenversammlung in Würzburg mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt: Bei der Wahl am Nachmittag entfielen von insgesamt 459 abgegebenen gültigen Stimmen 444 auf ihn, das sind 96,7%. Wenzel wird demnach für weitere vier Jahre die größte und älteste Lehrerorganisation in Bayern anführen.

03.06.2011 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

"Ich werde mich weiterhin für ein leistungsfähiges, demokratisches und menschliches Bildungssystem in Bayern einsetzen", kündigte er an und bedankte sich bei den Delegierten für ihr Vertrauen.

Im Amt bestätigt wurden auch Vizepräsident Gerd Nitschke und Vizepräsidentin Waltraud Lucic. Nitschke erhielt von 475 abgegebenen gültigen Stimmen 427, Lucic von 463 abgegebenen gültigen Stimmen 395. Die Wiederwahl des kompletten Präsidiums wertete Wenzel als ein "unmissverständliches Signal" der Delegierten, den politischen Kurs des Verbandes und seiner Führung nachhaltig zu unterstützen und zu befürworten. "Wir gehen unseren Weg souverän, geschlossen und konsequent."

Mit der heutigen Wiederwahl tritt Wenzel die zweite Amtszeit als Präsident des BLLV an. Unter seiner Führung steigerte sich die Mitgliederzahl kontinuierlich auf derzeit knapp 56.000. "Es freut mich besonders, dass viele Lehramtsstudierende und junge Lehrerinnen und Lehrer im BLLV eine Heimat finden. Sie wünschen sich eine andere Pädagogik", erklärte Wenzel. Unter den neuen Mitgliedern finden sich auffallend viele aus dem Lehramtsbereich Gymnasium - "das freut uns besonders, weil der BLLV nicht nur wächst, sondern auch seine Stellung als schulartübergreifender, verbindender Verband für alle Pädagogen in Bayern beständig ausbaut."

Er wolle sich in den kommenden vier Jahren für grundlegende Reformen im bayerischen Schul- und Bildungswesen einsetzen, kündigte Wenzel an. Das Motto der Landesdelegiertenversammlung "Aufbrechen - Bildung im 21. Jahrhundert" spreche für sich: "Es ist höchste Zeit für Veränderungen", erklärte er. Es gelte, "dicke Bretter zu bohren, aber wir werden nicht nach lassen." Vor allem müsse endlich Schluss sein mit dem Übertrittswahnsinn in vierten Grundschulklassen und der andauernden Selektion sowie der Be- und Abwertung Heranwachsender. "Zementierte Schulstrukturen müssen aufgebrochen, die Lern- und Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler deutlich verbessert, an allen Schulen ein neues Lern- und Leistungsverständnis etabliert und Chancengerechtigkeit selbstverständlich werden. Zu seinen Zielen zählt Wenzel auch, die Bedeutung von Pädagogen bewusst zu machen und ihr Ansehen zu stärken. Er bezeichnete es als Skandal, dass Bildungschancen in Bayern wie in keinem anderen Bundesland vom Einsatz und Geldbeutel der Eltern abhängen. "Sie subventionieren den Förderunterricht, den es an den Schulen trotz aller Beteuerungen immer noch nicht gibt."

Der ebenfalls im Amt bestätigte Vizepräsident Gerd Nitschke engagiert sich vor allem für Fragen rund um das Thema Dienstrecht und Besoldung. Das neue Dienstrecht in Bayern trägt u. a. auch die Handschrift des 47jährigen aus Anzing bei München.

Auch BLLV-Vizepräsidentin Lucic tritt ihre zweite Amtszeit an. Die 54jährige setzt sich vehement für die Stärkung interkultureller Kompetenzen, für Werteerziehung und Fragen rund um die Schülergesundheit ein. Seit dem Jahr 2004 leitet sie den Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband (MLLV), der derzeit rund 3000 Mitglieder hat


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