Welttag des Buches

Bücher feiern, Ideen schützen: Der UNESCO-Welttag des Buches und der Rechte der Autoren

Wissen verbreiten und bewahren: Im Jahr 1995 hat die UNESCO-Generalkonferenz den 23. April zum "Welttag des Buches und der Rechte der Autoren" ausgerufen. Damit stellt sie seit 15 Jahren an diesem Tag Bücher und Autoren in den Mittelpunkt, um auf die große Bedeutung des Lesens, die Kultur des geschriebenen Wortes und den Schutz des geistigen Eigentums hinzuweisen.

15.04.2010 Pressemeldung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

In der Proklamation von 1995 heißt es, Bücher seien eines der mächtigsten Instrumente zur Verbreitung und Bewahrung von Wissen. Den Zugang zu Büchern und dem Lesen zu fördern, diene nicht allein der Bildung, sondern auch einem Miteinander, das auf gegenseitigem Verständnis, Toleranz und Dialog basiert. Insbesondere junge Menschen sollten die Freude am Lesen entdecken und Möglichkeiten erfahren, mit dem wirkmächtigen Kulturgut Buch in Berührung zu kommen.

Bücher motivieren zum Lesen, erschließen neue Welten und vermitteln Werte. Damit sie diese gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen können, müssen sie sorgfältig gearbeitet sein: Sie brauchen eine gute Idee, eine schöne Sprache und eine ansprechende Form – sie brauchen die kreativen Gedanken ihrer Urheber.

Um diese Arbeit leisten können, müssen Autoren, Übersetzer und Verleger vergütet werden. Ein starkes Urheberrecht sichert ihnen diese Honorierung und das Recht, frei zu entscheiden, wo und zu welchen Bedingungen ihre Werke angeboten werden. Deshalb setzt sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit seinen Anfängen dafür ein und verfasste bereits 1851 eine erste Denkschrift zum internationalen Urheberrecht. Ging es im 19. Jahrhundert vor allem um den Kampf gegen Raubdrucke, engagiert sich der Verband heute insbesondere gegen illegale Downloads im Internet und die unerlaubte Digitalisierung von Millionen von Büchern durch Unternehmen wie beispielsweise Google.

Der "UNESCO-Welttag des Buches" wird inzwischen in über 100 Ländern gefeiert. Die Aktionen reichen von Straßenfesten über Buchmessen und Ausstellungen bis hin zu breit angelegten Leseförderungs-Initiativen. Das Datum des 23. April geht auf einen Brauch in Katalonien zurück: Dort werden seit vielen Jahren zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg Rosen und Bücher verschenkt. Darüber hinaus ist dieses Datum zugleich Todestag von zwei bedeutenden europäischen Literaten: William Shakespeare und Miguel de Cervantes.


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