Den Worten müssen Taten folgen

Der VDR begrüßt viele der beim Bildungsgipfel vereinbarten Ziele, zeigt sich aber skeptisch, was die Umsetzung angeht.

23.10.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Der so genannte Bildungsgipfel hat keinem wehgetan und einige wohlklingende Absichtserklärungen hervorgebracht. Ob von Dresden allerdings ein Aufbruchsig- nal in eine bessere bildungspolitische Zukunft ausgeht, bezweifelt der Verband Deutscher Realschullehrer. Denn die vereinbarten Ziele werden nun einmal nicht auf Bundes-, sondern auf Länderebene umgesetzt. Und da zeichnen sich schon jetzt Streitigkeiten ab, etwa wenn es darum geht, die Steigerung der Bildungsaus- gaben auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu finanzieren.

Inhaltlich begrüßt der VDR die zugesagten zusätzlichen Finanzmittel, die Verbes- serung der Übergänge zwischen Vorschule und Schule bzw. Schule und Beruf sowie die beabsichtigte Reduzierung der Abbrecherquoten. Positiv beurteilt der VDR auch das Ziel, mehr Schülern ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschul- studium zu ermöglichen. Gerade hier können die Realschulen ihren Schülern ex- zellente Perspektiven eröffnen.

Nun gilt es, die weichen Erklärungen in harte Politik umzumünzen. "Den Worten müssen nun Taten folgen", erklärt VDR-Vorsitzender Albert Obert. "Die angekün- digte Finanzoffensive muss mit einer Qualitätsoffensive einhergehen. Das Geld muss in mehr Lehrer, bessere Ausstattung und besseren Unterricht investiert wer- den und nicht in fragwürdige Schulstruktur-Experimente."

Über den Verband Deutscher Realschullehrer (VDR):
Der Verband Deutscher Realschullehrer ist die Dachorganisation der Realschulleh- rerverbände auf Länderebene. Der VDR vertritt auf Bundesebene die Interessen der Lehrkräfte an Realschulen und Sekundarschulen. Er setzt sich ein für den Er- halt und Ausbau des mehrgliedrigen Schulsystems in öffentlicher und privater Trä- gerschaft mit den Realschulen als tragender mittlerer Säule.

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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