Fernsehduell

Fernsehduell: Kulturpolitik ist dem WDR keine Frage wert

Am gestrigen Abend fand das Fernsehduell der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft (SPD) und ihrem Herausforderer Dr. Norbert Röttgen (CDU) vor der am 13.Mai stattfindenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Im Mittelpunkt der Diskussion standen allgemein politische Fragen von der Schuldenbremse über den Atomausstieg bis hin zum Mindestlohn. Themen, die in der originären Zuständigkeit der Landespolitik liegen, spielten, bis auf ein Streifen der Bildungspolitik, eine untergeordnete Rolle.

01.05.2012 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Zur Kultur- und der Medienpolitik wurde von den beiden Journalisten, Gabi Ludwig, Chefredakteurin der NRW-Landesprogramme, sowie WDR-Chefredakteur, Jörg Schönenborn, keine einzige Frage gestellt.

Die so genannte Kulturhoheit wird von den Ländern als Kern ihrer Eigenstaatlichkeit stets besonders betont. Da wäre zu erwarten gewesen, dass in einem Fernsehduell zu einer Landtagswahl gerade im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu diesem Thema Fragen gestellt werden.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Kulturpolitik ist dem WDR keine einzige Frage im Fernsehduell zur Landtagswahl in NRW wert gewesen. Es ist mehr als verwunderlich, dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei einem Fernsehduell zu einer Landtagswahl keine Fragen zu einem solch wichtigen Politikfeld gestellt wurden, bei dem die Kompetenz hauptsächlich bei den Ländern liegt. Gerade in der Kulturpolitik steht NRW in den nächsten Jahren aufgrund der Haushaltssituation des Landes und der Kommunen vor sehr großen Herausforderungen."


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