Fukushima: Kinder brauchen Antworten
(red) "Die schrecklichen Bilder von der Erdbebenkatastrophe, den gigantischen Tsunami-Flutwellen und die Angst vor einem möglichen atomaren Super-GAU in Japan machen den Kindern extrem zu schaffen", erklärt Helga Theunert. Die Direktorin des Instituts für Medienpädagogik (JFF), München, rät Eltern deswegen, ihren Kindern jetzt viel Zuwendung zu geben. "Man sollte dem Kind zu verstehen geben: Ich als dein Vater, deine Mutter oder dein großer Bruder bin für dich da. Ich würde dich immer beschützen."
18.03.2011 ArtikelDie Fragen der Kinder sollten unbedingt beantwortet werden, auch wenn dies sehr schwierig sei, weil die berühmte Warum-Frage sich kaum beantworten ließe. "Die können wir uns ja selbst bei solchen Geschehnissen nicht beantworten."
Auch in Kindergärten und Schulen, so Helga Theunert, sollte dieses Thema schnell aufgegriffen werden, "und das, was man an altersgerecht aufbereitetem Wissen zu Erdbeben, zu Tsunamis und zu AKW-Unfällen hat, mit den Kindern bearbeiten." Denn hier hätten die Kinder den Vorteil, dass sie gemeinsam mit Gleichaltrigen ein Stück Aufarbeitung betreiben können. "Das Schlimmste ist - zu Hause, in Kindergarten und Schule - nichts zu machen."
<iframe title="YouTube video player" width="484" height="302" src="http://www.youtube.com/embed/_kCFAgYvy3U" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Ohne Wenn und Aber seien in diesem Zusammenhang die speziellen Kinderinformationssendungen im Fernsehen zu loben. Eltern könnten guten Gewissens ihre Kinder dorthin schicken.
Den traditionellen Nachrichtenredaktionen empfiehlt die Medienwissenschaftlerin allerdings, sich zu fragen, welche Informationen welches Bild biete und: "ist es nötig dieses Bild immer wieder zu zeigen?" Wenn sich die Nachrichtenredaktionen diese Frage öfter stellen würden, so die Medienwissenschaftlerin, wären in solchen Katastrophenfällen für alle – nicht nur für die Kinder sondern auch für die Erwachsenen – die Nachrichtenbilder leichter zu verkraften, als sie es jetzt oft sind.
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