GEW und dbb-Tarifunion rufen für 4. Mai zur Kundgebung vor der Staatskanzlei in Magdeburg
Die GEW Sachsen-Anhalt und die dbb tarifunion haben im Zusammenhang mit den bundesweiten Tarifverhandlungen um eine Entgeltordnung für Lehrkräfte für den 4. Mai zu einer Kundgebung für Lehrkräfte aus den Schulen, Universitäten und Fachhochschulen aufgerufen.
30.04.2010 Pressemeldung GEW Sachsen-AnhaltDie Kundgebung findet am 4. Mai 2010, 16.30 Uhr in Magdeburg vor der Staatskanzlei in der Hegelstraße 40-42 statt.
Nach dem die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) am 28. April bei den Verhandlungen in Berlin gegenüber GEW und dbb-Tarifunion nur ablehnende Positionen bezogen hat, werden die Gewerkschaften nun bundesweit aktiv.
Für die Woche vom 3. bis 7. Mai wurde deshalb im Tarifgebiet West zu Warnstreiks und im Tarifgebiet Ost zu Protestaktionen für Beschäftigte an Schulen und Hochschulen aufgerufen.
Ziel der Aktion in Magdeburg sei, so Eva Gerth, die Tarifexpertin der GEW Sachsen-Anhalt, die Landesregierung Sachsen-Anhalts zu bewegen, sich in der TdL für eine bundesweite Tarifregelung einzusetzen, die den hohen Erwartungen der Gesellschaft an die Lehrerinnen und Lehrer entspricht.
"Die Arbeitgeber wollen auch zukünftig wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte nicht genau so bezahlen wie andere Akademiker im öffentlichen Dienst. Obwohl auf Master-Abschlüsse umgestellt wird, sollen Lehrkräfte weiter schlechter behandelt werden. Grundschullehrer etwa sollen weiter abgehängt bleiben. Dabei ist längst klar, dass die Grundschulbildung zentrale Bedeutung für Schulerfolg und weiteren Lebensweg der Kinder hat", sagte sie. "Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein. Zudem dürfen Ost-Lehrkräfte nicht länger gegenüber den in den westlichen Bundesländern Ausgebildeten benachteiligt werden." Gerade das weisen aber die Arbeitgeber zurück.
Im Aufruf zum 4. Mai heißt es u.a.: "Wir streiten für die Eingruppierung der Lehrkräfte entsprechend ihrer hohen fachlichen Qualifikation und ihrer anspruchsvollen Tätigkeit; für die gleiche Bezahlung und damit gleiche Anerkennung und Wertschätzung der Lehrerarbeit in allen Schulformen, an Unis und Fachhochschulen; für die gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit auch für Lehrkräfte, die derzeit als sogenannte "Nichterfüller" trotz jahrelanger erfolgreicher Berufstätigkeit bis zu drei Entgeltgruppen niedriger eingruppiert sind; für die sofortige höhere Bezahlung bei der Übernahme höherwertiger Tätigkeiten."
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.
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