Kulturelle Bildung

Ist der Deutsche Kulturrat zu deutsch?

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, führte gestern im Allianz Stiftungsforum in Berlin einen Workshop zum Thema "Ist der Deutsche Kulturrat zu deutsch?" durch. Ziel des Workshops war es, über die notwendige interkulturelle Verbandsöffnung der Bundeskulturverbände zu diskutieren.

21.10.2010 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Die Diskussion zur interkulturellen Verbandsöffnung wurde durch ein Impulsreferat von Imre Török, Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di, eingeleitet. Török stellte heraus, dass eine gelungene Integration nur dann stattfinden kann, wenn Zuwanderer auch als wichtige Kulturträger in der kulturpolitischen Arbeit wahrgenommen werden.

Im Anschluss sprachen Vertreter der Arbeiterwohlfahrt, der Deutschen Bischofskonferenz, des Deutschen Caritasverbands, der Evangelischen Kirche und des Landessportbunds Berlin im Kreis der Teilnehmer über ihre Erfahrungen im Bereich der interkulturellen Verbandsöffnung. Basierend auf den Erfahrungen der Kirchen, der Sozialverbände und des Sports wurde über Handlungsempfehlungen für den Kulturbereich diskutiert.

Der Deutsche Kulturrat will und muss sich den existierenden gesellschaftlichen Bedingungen anpassen. Bislang sind Migranten in den Bundeskulturverbänden noch unterrepräsentiert. Der Deutsche Kulturrat ist bemüht, die kulturpolitischen Interessen der gesamten deutschen Zivilgesellschaft zu vertreten.

Gemeinsam mit Migrantenorganisationen hat der Deutsche Kulturart bereits vor mehr als einem Jahr einen Runden Tisch ins Leben gerufen, um gemeinsame bildungspolitische Handlungsempfehlungen für Bund und Länder zu erarbeiten. Im Rahmen des Runden Tisches, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, wurde als erste Maßnahme die Stellungnahme "Lernorte interkultureller Bildung im vorschulischen und schulischen Kontext" verabschiedet.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Ist der Deutsche Kulturrat zu deutsch? – Dies ist eine Frage, die sich der Spitzenverband der Bundeskulturverbände stellen muss, wenn er seinem Anspruch gerecht werden will, die kulturpolitischen Interessen der gesamten Zivilgesellschaft zu vertreten. Für die Zukunft müssen neue Wege der politischen Partizipation von Migranten, die selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Zivilgesellschaft sind, im Bereich der Kulturpolitik entwickelt werden."


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