Kölner Kulturpolitik

Kulturwerk des BBK Köln droht auszubluten

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Kölner Kulturszene mit massiven Einsparungen im kommenden Jahr rechnen muss. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ruft zu einer Kehrtwende in der aktuellen Sparpolitik im Bereich Kunst und Kultur der Stadt Köln auf.

16.09.2010 Pressemeldung Deutscher Elternverein e.V.

Hintergrund der besorgniserregenden Meldungen aus der Rheinmetropole ist die Entscheidung des Kulturdezernenten der Stadt Köln, Prof.Georg Quander, die Zuwendungen für das gemeinnützige Kulturwerk des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) komplett zu streichen.

Nach jahrzehntelanger erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Kulturamt und BBK soll nun der Rotstift ganz massiv angesetzt werden. Am 07. Oktober 2010 wird die endgültige Entscheidung über den Haushalt der Stadt gefällt werden. Dann entscheidet sich, ob das Kulturwerk weiterhin seinen Aufgaben nachkommen kann. Auf dem Spiel stehen u.a. die Beratungsleistungen von Künstlern bei sozialen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Belangen, die Betreuung der "Offenen Ateliers" und die Organisation von Ausstellungen nationaler wie internationaler Künstler.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Trotz der schwierigen finanziellen Lage, vor denen die Städte und Kommunen stehen, darf Kultur nicht über Gebühr zur Ader gelassen werden. Eine vollständige Streichung der öffentlichen Zuwendungen käme einem Ausbluten der Aktivitäten des Kulturwerks des BBK Köln gleich. Das Kulturwerk des BBK in Köln ist eine von Künstlerinnen und Künstler selbst aufgebaute, erfolgreich arbeitende Selbsthilfeeinrichtung, die weit über Köln hinaus ihre Wirkung zeigt. Die verantwortlichen Politiker vor Ort sollten nicht vergessen, dass die Rheinmetropole ein bundesweites Aushängeschild für Bildende Kunst ist und auch bleiben sollte."


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