Statistisches Jahrbuch NRW 2007 erschienen

Rechtzeitig vor Weihnachten hat das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik die aktuelle Ausgabe 2007 des Statistischen Jahrbuchs für Nordrhein-Westfalen herausgebracht. Das informative Nachschlagewerk bietet mit seiner Themenvielfalt wieder einen tiefen Einblick in die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in NRW.

20.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Die dem Buch beigepackte CD bietet darüber hinaus die Möglichkeit, alle Inhalte auf dem PC weiterzuverarbeiten. Bestellen kann man das Statistische Jahrbuch NRW 2007 am einfachsten über den Publikationsservice des Landesamtes (www.lds.nrw.de/shop), der Preis beträgt 30 Euro.

Im Jahrbuch erfährt man unter anderem:

  • Die NRW-Wirtschaft exportierte 2006 Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro - soviel wie nie zuvor. Die Importe erreichten mit 143,9 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Rekordwert.

  • Das Bruttoinlandsprodukt NRWs stieg 2006 um 3,0 Prozent auf 502 Milliarden Euro; damit wurde hierzulande mehr als ein Fünftel (21,7 Prozent) der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung erarbeitet.

  • Seit zehn Jahren geht die Zahl der Geburten stetig zurück; im vergangenen Jahr wurden in NRW 149 925 Kinder geboren, nicht einmal halb so viele wie im Rekordjahr 1964 (damals: 300 425).

  • Ein neugeborenes Mädchen hat mit 81 Jahren und sechs Monaten eine mehr als fünf Jahre höhere durchschnittliche Lebenserwartung als ein neugeborener Junge (76 Jahre und zwei Monate).

  • Nur in jedem vierten nordrhein-westfälischen Privathaushalt gibt es Kinder (unter 18, ledig) und fast jedes dritte Kind wächst als Einzelkind auf.

  • 160 000 Schülerinnen und Schüler besuchten im vergangenen Schuljahr eine der 312 privaten allgemeinbildenden Schulen in NRW, während an den 6 000 öffentlichen Schulen knapp 2,1 Millionen Kinder und Jugendliche unterrichtet wurden.

  • In NRW werden mehr Azubis im Dienstleistungsberufen (Ende 2006: 168 400) als in Fertigungs- und technischen Berufen (141 400) ausgebildet.

  • Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war im Kreis Mettmann 2005 mit 22 295 Euro je Einwohner landesweit am höchsten, es lag dort um 19,1 Prozent über dem NRW-Mittelwert.

  • In NRW wurde 2006 mit fast 35 Millionen Tonnen mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Produktion an Roheisen, Roh- und Walzstahl sowie Ferrolegierungen erzeugt. Mit dieser Menge könnte man den Pariser Eiffelturm 4 750 mal errichten.

  • Im September 2007 mussten nordrhein-westfälische Verbraucher 8,5 Prozent weniger für ein Pfund Kaffee bezahlen als im Jahr 2000, aber 30,6 Prozent mehr für ein halbes Pfund deutsche Markenbutter.

  • Die nordrhein-westfälische "Durchschnittskuh" gab im vergangenen Jahr 20 Liter Milch pro Tag, sieben Liter mehr als ihre Vorgängerin im Jahr 1980.

  • Jeder 17. der 3,4 Millionen ausländischen Gäste, die 2006 in einem nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetrieb übernachteten, stammte aus den USA - damit belegten die US- Amerikaner hinter den Niederländern, Briten und Belgiern den vierten Platz in der Nationalitäten-Hitliste.

  • 2006 zogen 25 700 Deutsche aus Nordrhein-Westfalen ins Ausland. Beliebteste Ziele der Fortziehenden waren dabei Großbritannien (2 403), die Schweiz (2 241), die USA (1 762) Spanien (1 737) und Polen (1 728).

  • Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der 39 800 im Jahr 2006 an Rhein und Ruhr wegen Delikten im Straßenverkehr Verurteilten wurde aufgrund von "Trunkenheit im Verkehr" zur Rechenschaft gezogen.

  • 2006 starben in Nordrhein-Westfalen mehr Menschen an Aids (103 Todesfälle: 83 Männer, 20 Frauen) als an Tuberkulose (97 Todesfälle).

  • Knapp ein Viertel der Männer und Frauen, die 2006 in NRW heirateten, war vorher schon mindestens einmal verheiratet gewesen. Und weniger als ein Drittel (28 Prozent) der 85 500 Ehepaare, die im Jahr 2005 in NRW standesamtlich heirateten, ließ sich auch kirchlich trauen.

  • Rein rechnerisch wurde 2006 in NRW alle elf Minuten eine Ehe geschieden; bei den insgesamt 45 700 Scheidungen wurden 33 100 Kinder zu "Scheidungswaisen".

  • Nordrhein-Westfalen ist zwar mit gut 18 Millionen Einwohnern vor Bayern (12,5 Millionen) und Baden-Württemberg (10,7 Millionen) das weitaus bevölkerungsreichste Bundesland, rangiert aber flächenmäßig mit 34 085 Quadratkilometern erst an vierter Stelle hinter Bayern (70 552 km²), Niedersachsen (47 624 km²) und Baden-Württemberg (35 752 km²). (LDS NRW)


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