Baden-Württemberg

Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst steigt auf rund 533 150

Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der Personalstandstatistik feststellt, waren zum Stichtag 30. Juni 2011 rund 533 150 Personen im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs1) beschäftigt. Das waren gut 6 900 Personen oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

10.05.2012 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Fast 59 Prozent (312 666 Personen) aller Beschäftigten waren im Landesbereich und annährend 39 Prozent (206 075 Beschäftigte) im kommunalen Bereich tätig. Weniger als 3 Prozent (14 413 Personen) entfielen auf die Sozialversicherungsträger unter Aufsicht des Landes.2)

Bei der Betrachtung des Personalstandes nach der Art des Beschäftigungsverhältnisses stellt sich heraus, dass die Zahl der Arbeitnehmer sich im Vorjahresvergleich absolut sowie prozentual stärker als die der Beamten erhöht hat. So waren am 30. Juni 2011 über 310 700 Beschäftigte im Arbeitnehmerverhältnis tätig, was einem Zuwachs von rund 4 650 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl der Beamten3) stieg in dem gleichen Zeitraum etwas weniger stark um rund 2 200 bzw. 1,0 Prozent auf gut 222 400 Beamte. Dabei hat die Beamtenzahl vor allem beim Land (einschließlich Landesbetriebe) zugenommen (plus 2 012 oder 1,1 Prozent), was auch darin begründet liegt, dass dort die Mehrheit aller Beamten Baden-Württembergs (86,6 Prozent oder 192 533 Personen) beschäftigt ist. Von den starken Steigerungen der Beamtenzahl waren beim Land insbesondere die staatlichen Aufgabenbereiche wie Schulen (+ 1 881 Beamte), Polizei (+ 228 Beamte) sowie Hochschulen, allen voran die Universitäten (+ 193 Beamte) betroffen.

Personal in Kindertageseinrichtungen wird weiter aufgestockt

Im kommunalen Bereich des öffentlichen Dienstes waren zum 30. Juni 2011 198 680 Personen bei den Gemeinden/Gemeindeverbänden (rund 96 Prozent) beschäftigt. 167 889 waren dabei im Bereich der Kernhaushalte4), 15 813 in den Eigenbetrieben5) und 14 978 in den kommunalen Krankenhäusern5 tätig. Die verbleibenden 7 395 Beschäftigten des kommunalen Bereiches entfielen auf rechtlich selbstständige öffentlich-rechtliche Einrichtungen, davon alleine 6 886 Personen auf kommunale Zweckverbände.

Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten im kommunalen Bereich im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 400 Personen bzw. fast 1,2 Prozent. Dabei waren die größten Zuwächse in den kommunalen Aufgabenbereichen wie Tageseinrichtungen für Kinder (+ 972 Personen) und Krankenhäuser6) (+ 543 Personen) zu verzeichnen. In einigen Aufgabenbereichen ist der Vergleich zum Vorjahr allerdings nicht sinnvoll, da sich durch die sukzessive Einführung des neuen kommunalen Haushaltsrechts (Doppik) in den Gemeinden/Gv. Abgrenzungsunterschiede ergeben haben.

1) Ohne Personal des Bundes mit Dienstort in Baden-Württemberg. Ohne Personal in Einrichtungen in privater Rechtsform mit mehrheitlicher Beteiligung der öffentlichen Hand.
2) Ab dem Berichtsjahr 2011 wird im Rahmen der Personalstandstatistik die Unterscheidung in unmittelbaren und mittelbaren öffentlichen Dienst nicht mehr verwendet. Stattdessen wird der öffentliche Dienst in vier Hauptbereiche aufgeteilt: Bundesbereich, Landesbereich, kommunaler Bereich und Sozialversicherungsträger.
3) Einschließlich Richter/-innen und Bezieher/-innen von Amtsgehalt.
4) Im Haushalt brutto geführte Ämter, Behörden und Einrichtungen.
5) Als Sonderrechnung geführte rechtlich unselbständige Einrichtungen und Unternehmen.
6) Die Zunahme ist größtenteils auf die Fusion von einem kommunalen Krankenhaus mit einer kirchlichen Klinik zurückzuführen.


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