Ahnen/Dreyer: Altenpflegeausbildung beschreitet neue Wege

Die Ausbildung im Bereich der Altenpflege wird neu geordnet. Bildungsministerin Doris Ahnen und Sozialministerin Malu Dreyer teilten heute in Mainz mit, das im August 2003 in Kraft getretene Altenpflegegesetz des Bundes werde zum Schuljahr 2004/2005 in der Ausbildung in Rheinland-Pfalz umgesetzt. "24 Fachschulen starten damit ihre Ausbildung am 1. September 2004 nach den bundeseinheitlichen Vorgaben. Die Konzeption im Land ist dabei in enger Kooperation mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern in der Altenpflege, regionalen Arbeitsgruppen der Altenpflegeschulen und dem Pädagogischen Zentrum Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach sowie mit den Dachverbänden der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, den Kostenträgern und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen entwickelt worden", betonte Bildungsministerin Doris Ahnen. Sozialministerin Malu Dreyer unterstrich: "Es ist gelungen, eine Ausbildungskonzeption für Rheinland-Pfalz auf der Grundlage des Altenpflegegesetzes zu schaffen, die zukunftsweisend an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen orientiert ist."

16.06.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Veränderungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Neugestaltung des Lehrplans, der künftig auf Lernmodulen aufbaut, die einzelne Themenbereiche umfassend behandeln. Hinzukommen Veränderungen bei den Prüfungsmodalitäten und eine stärkere Kooperation der Lernorte, also der Schulen und der Einrichtungen der Altenpflege - unter der Gesamtverantwortung der ausbildenden Fachschulen.

Eine weitere Neuerung betrifft die Struktur der dreijährigen Altenpflegeausbildung und der einjährigen Ausbildung in der Altenpflegehilfe, die künftig als Stufenausbildung gestaltet werden. Danach ist das erste Jahr der Altenpflegeausbildung identisch mit der Altenpflegehilfeausbildung. Auf Grund dieses Modells könne die Zahl der Standorte der Helferinnen- und Helferausbildung von bislang sieben auf 22 ausgeweitet werden, betonten Ahnen und Dreyer. "Durch diese Erweiterung des Schulangebots ist es ab dem Schuljahr 2004/2005 möglich, landesweit deutlich wohnortnäher als bisher Schulplätze für die Ausbildung zur Altenpflegehelferin und zum Altenpflegehelfer zur Verfügung zu stellen", sagte Doris Ahnen. Malu Dreyer ergänzte: "Die neu gestaltete Ausbildung verbessert die Qualifikation in der Altenpflegehilfe, erhöht die Einsatzmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen in den Pflegeeinrichtungen deutlich und bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich auf direktem Wege beruflich weiterzuentwickeln."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden