Dokumentation zum Symposion "Heterogene Lerngruppen" erschienen

Der kompetente Umgang mit Heterogenität in Schulklassen ist, dies hat der OECD-Bildungsbericht vom September 2004 wieder einmal eindeutig formuliert, die zentrale Frage einer Verbesserung von Unterricht und Schule. Lange Zeit war Heterogenität für deutsche Schulen kein Thema, denn viele wiegten sich in dem Glauben, im gegliederten Schulsystem seien die Lerngruppen so homogen, dass leistungsbezogene Differenzierung nicht notwendig sei. Dass dies eine Fiktion ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Unterschiedlichkeit des Milieus, aus dem unsere Schulkinder kommen, hat sich verstärkt und ausdifferenziert. Das gilt insbesondere für die nationale, sprachliche, kulturelle und religiöse Herkunft. Das gilt aber auch für die Geschlechterrollen und für die Familienformen sowie für Schüler mit unterschiedlichen Handicaps im Lernen. Mit dieser Heterogenität sollen und müssen Lehrerinnen und Lehrer umgehen, obwohl sie zum Teil nicht dafür ausgebildet worden sind. Sie müssen nun lernen, Heterogenität nicht nur als Problem, sondern auch als pädagogische Chance zu sehen.

30.08.2005 Pressemeldung Verband Bildungsmedien e. V.

Im Rahmen der didacta - die Bildungsmesse 2005 in Stuttgart fand zu diesen Problemstellungen das zweitägige Symposion "Heterogene Lerngruppen in Schule und Unterricht" am 2. und 3. März statt, das vom VdS Bildungsmedien e.V. gemeinsam mit den Professoren für Schulpädagogik Reiner Lehberger, Universität Hamburg, und Uwe Sandfuchs, Universität Dresden, veranstaltet wurde. In den acht Vorträgen renommierter Erziehungswissenschaftler wurden Perspektiven eines sinnvollen pädagogischen Umgangs entwickelt. Es wurde aber auch die Frage gestellt, ob Lehrkräfte alles richten können bzw. unter welchen schulorganisatorischen, materiellen und personellen Voraussetzungen dies möglich ist. Es wurden gleichermaßen Lehrer aller Fachrichtungen und Schularten, Erziehungswissenschaftler, Studierende der pädagogischen Ausbildungsgänge und Fachleute aus den Bildungsverwaltungen angesprochen. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht: Es wurden über 1.000 Teilnehmer gezählt.

Als Referenten traten auf: Prof. Dr. Hannelore Faulstich-Wieland, Universität Hamburg, Dr. Roland Hepting, Bildungszentrum Markdorf, Oberschulrätin Anne Knauf, Bildungsministerium Brandenburg, Prof. Dr. Uwe Sandfuchs, Technische Universität Dresden, Prof. Dr. Wilfried Schley, Universität Zürich, Dr. Gundel Schümer, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Prof. Dr. Wolfram Weiße, Universität Hamburg, sowie Dr. Martin Wellenreuther, Universität Lüneburg. Alle Beiträge bis auf den von Herrn Prof. Schley stehen nun als PDF-Dateien unter www.vds-bildungsmedien.de im ("Download"-Bereich) zum Abruf bereit. Die Dateien können für die eigene wissenschaftliche und pädagogische Arbeit genutzt werden.

Zum Symposion hat der VdS Bildungsmedien eine Literaturliste mit einschlägigen Titeln zum Thema zusammen gestellt, die ebenfalls unter der oben genannten Adresse herunter geladen werden kann.

Zum Download der Dokumentation.

Ansprechpartner

Verband Bildungsmedien e. V.
Dr. Dagny Ladé
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zeppelinallee 33
60325 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 98 66 97 6 - 14
Fax: +49 69 98 66 97 6 - 20
E-Mail: lade@bildungsmedien.de
Web: www.bildungsmedien.de


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