Erzieherinnenausbildung im Land ist auf neuestem Stand und hat hohen Praxisbezug

Das Kultusministerium lehnt die von der GEW geforderte Verlagerung der Erzieherinnenausbildung an Hochschulen ab. In plakativer Aufgeregtheit sieht die GEW in einer generellen Akademisierung der Ausbildung ein scheinbares Allheilmittel und verkennt dabei, dass es um die Qualität der Ausbildung und nicht um eine formale Verlagerung geht. Das Kultusministerium setzt hier stark auf die enge Verzahnung der Arbeit von Grundschule und Kindergärten, die seit 2003 verbindlich vorgeschrieben ist. Der in Arbeit befindliche Orientierungsplan vorschulische Bildung und Erziehung wird hier, auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Eltern, weitere wegweisende Schritte aufzeigen.

04.03.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Ausbildung der Erzieherinnen findet in Baden-Württemberg an qualitativ hoch stehenden Berufskollegs, den Fachschulen für Sozialpädagogik statt. Diese haben eine mehr als 30jährige Erfahrung mit frühkindlicher Erziehung und bieten den angehenden Erzieherinnen neben der fachlichen Ausbildung einen hohen Praxisbezug. Die Qualifikation in Baden-Württemberg ist durchaus mit dem Abschluss einer akademischen Ausbildung in anderen europäischen Ländern vergleichbar.

Es ist eine Herabqualifizierung der herausfordernden Arbeit der Erzieherinnen, wenn die GEW behauptet, dass die Liebe zum Kind alleine nicht für den Beruf der Erzieherin qualifiziert. Die GEW verkennt auch die Entwicklung in der Vergangenheit, wenn sie die heutigen Kindertageseinrichtungen weitgehend als Bewahranstalten herabwürdigt.

Die Erzieherinnenausbildung wurde erst im Jahr 2003 reformiert und beinhaltet eine verstärkte Förderung der Entwicklung und Bildung der Kinder, einschließlich der Sprachförderung. Die Ausbildung in dem vierjährigen Bildungsweg hat auch erheblich an Attraktivität gewonnen, unter anderem durch die eine verpflichtende Fremdsprache und die Möglichkeit zum Erwerb der Fachhochschulreife.

Es ist falsch, wenn die GEW behauptet, das Kultusministerium habe dem Studiengang "Pädagogik der frühen Kindheit" an der Evangelischen Fachhochschule in Freiburg massiven Widerstand entgegen gesetzt. Das Ministerium sieht vielmehr eben keine Notwendigkeit für eine grundständige akademische Erzieherinnenausbildung. Laut GEW-Angaben bietet der Studiengang 25 Plätze an, für die jeweils 950 Euro Semestergebühren erhoben werden.


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