Horte an die Privatschulen

Berlin und die Schulen in freier Trägerschaft schließen heute eine Rahmenvereinbarung, die die Finanzierung einerseits der Hortbetreuung und andererseits der außerunterrichtlichen Förderung und Betreuung in der verlässlichen Halbtagsgrundschule durch Erzieherinnen und Erzieher an privaten Schulen regelt.

27.05.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Dies betrifft die ergänzenden Betreuungsangebote an Grundschulen, an Grundschulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt mit offenem Ganztagsbetrieb und die Betreuung in den unterrichtsfreien Zeiten der Verlässlichen Halbtagsgrundschule. Die Vereinbarung wird von Bildungssenator Klaus Böger und Vertretern der Träger von Privaten Schulen heute in Berlin unterzeichnet.

Bildungssenator Böger betonte: "Wir brauchen gute Ganztagsangebote für Schulkinder in allen Schulen - natürlich auch in Privatschulen. Genauso wie an den öffentlichen Schulen, können die privaten Schulträger die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote durch eigenes Personal oder in Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe verknüpfen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass jedes Kind seine Fähigkeiten möglichst umfassend entdecken, erfahren und entfalten kann und die Förderung erhält, die es nach seinen individuellen Bedürfnissen benötigt."

Grundsätze der Rahmenvereinbarung sind, dass

  • die ergänzende Betreuung (von 6:00-7:30 und nach 13:30) finanziert wird. Die außerunterrichtliche Betreuung (von 7:30-13:30) wird nur dann finanziert, wenn sich die Schule nicht mehr in der Wartefrist nach Schulgesetz (in der Regel fünf Jahre) befindet. In der Wartefrist werden für diejenigen Kinder Zuschüsse gewährt, die einen Bedarf für die ergänzende Betreuung nach 13:30 Uhr haben.
  • die Höhe der Elternbeiträge für die Hortbetreuung in einer Privaten Schule dieselben sind, wie in einer öffentlichen Schule.

Weiterhin sieht die Rahmenvereinbarung vor, dass

  • Erzieherinnen und Erzieherin der außerunterrichtlichen Förderung und Betreuung nach der Wartefrist zu 100 Prozent finanziert werden.
  • die Schulen in freier Trägerschaft dieselben Zuschüsse für Personalkosten erhalten, wie die Träger der freien Jugendhilfe, die die Betreuung an öffentlichen Schulen übernehmen.
  • die Schulträger frei wählen können, ob sie die Betreuung durch eigenes Personal oder durch einen oder mehrere Kooperationspartner erbringen. Die Höhe der Finanzierung ist hiervon unabhängig.
  • die Schulen in freier Trägerschaft die gleichen Mittel wie die öffentlichen Schulen erhalten, um die verlässliche Halbtagsgrundschule von 7:30 - 13:30 Uhr einzuführen.

Derzeit betreiben 33 freie Träger Grundschulen und Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt, davon 36 Grundschulen, 9 Waldorfschulen und 7 Schulen mit sonderpädagogischem Schwerpunkt. In den Klassenstufen 1 bis 4 dieser Schulen werden 6 000 Schüler/innen beschult, davon werden schätzungsweise 3 000 Kinder Betreuungsbedarf haben.

Böger : "Mit unserem Reformkurs wollen wir die Vielfalt der Berliner Schullandschaft stärken. Wir stimmen mit den Privatschulen überein, dass die Zusammenarbeit mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe ein wesentliches Element für qualitativ hochwertige Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote in der offenen Ganztagsgrundschule bzw. innerhalb der sonderpädagogischen Förderung sein kann."


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