Künftige Lehrer/innen müssen für Sprachförderung besser ausgebildet werden
Dazu die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: "Das Projekt zum Einsatz von Lehramtsstudierenden in der Sprachförderung von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache ist zweifellos eine sinnvolle Sache. Dennoch wird es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Um eine bessere Sprachförderung in den Schulen zu erreichen, müssen künftige Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Ausbildung wissenschaftlich und praktisch darauf vorbereitet werden. Gerade da gibt es aber erhebliche Defizite. Deutsch als Zweitsprache kommt in den neuen lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengängen praktisch nicht vor. Im Referendariat gibt es in zwei Jahren ganze sechs Stunden in einem Ergänzungskurs Deutsch als Zweitsprache. Diese Ausbildungsanteile müssen deutlich erhöht werden."
22.07.2005 Berlin Pressemeldung GEW BerlinAlle Lehrerinnen und Lehrer müssen in der Lage sein, Sprachdefizite zu erkennen und zu diagnostizieren und brauchen das nötige theoretische und praktische Wissen, um darauf im Unterricht auch gezielt eingehen zu können. Es reicht nicht aus, die Sprachförderung durch zusätzliche Angebote am Nachmittag oder außerhalb der Schule durchzuführen. Sie muss im Gegenteil integraler Bestandteil des Unterrichts sein. Dazu müssen Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet sein. Die in Berlin begonnene Reform der Lehrer/innenbildung hat diese Kompetenzen bisher vernachlässigt. Hier muss sich dringend etwas tun.
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