Kultusminister Schneider gibt Startschuss für "Berufsschule plus"

Den Startschuss für das Projekt "Berufsschule plus - BS +" hat heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider für die Berufsschulen im Freistaat gegeben.

23.01.2008 Bayern, Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Mit diesem erhalten ab dem Schuljahr 2008/2009 besonders leistungsbereite und -fähige Auszubildende in allen Ausbildungsberufen ein neues Angebot, mit dem sie sich bereits während der dualen Berufsausbildung auch schulisch weiter qualifizieren können. In drei Jahren können sie neben einem Berufsabschluss auch die Fachhochschulreife erreichen.

Das Projekt wird gemeinsam mit der Sitftung Bildungspakt Bayern realisiert und ist zunächst auf vier Jahre befristet. Angeboten wird "Berufsschule plus" zunächst an zehn Standorten. Die Berufsschulen können sich in Kürze um die Teilnahme am Projekt BS+ bewerben.

"Wir eröffnen mit dem Projekt ,Berufsschule plusŽ unseren Auszubildenden einen völlig neuen Weg, sich für das Hochschulstudium zu qualifizieren - und das mit einem deutlichen Zeitgewinn", so der Kultusminister. Die Maßnahme erhöht außerdem die Durchlässigkeit im bayerischen Bildungswesen und den Stellenwert der beruflichen Bildung, der nicht nur in internationalen Untersuchungen häufig verkannt wird.

Das Projekt "Berufsschule plus" unterstreicht auch die Vergleichbarkeit mit anderen beruflichen Bildungsgängen, die im Ausland an Einrichtungen mit Hochschulstatus angesiedelt sind.

Mit "Berufsschule plus" werden die doppelqualifizierenden Angebote für leistungsstärkere und motivierte Jugendliche in der beruflichen Erstausbildung spürbar erweitert. Bisher gab es diese nur im Rahmen des Schulversuchs "Duale Berufsausbildung und Fachhochschulreife" (DBFH) für wenige ausgewählte Ausbildungsberufe wie Mechatroniker und Industriemechaniker sowie an den Berufsfachschulen für Pflegeberufe.

Die Doppelqualifizierung BS+ wird nur Jugendlichen offen stehen, die

  • eine mindestens 2-jährige betriebliche Erstausbildung absolvieren und die Berufsschule besuchen und
  • über einen mittleren Schulabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik verfügen.

Die Auszubildenden besuchen in dem Projekt "Berufsschule plus" Zusatzunterricht außerhalb des regulären Berufsschulunterrichts und außerhalb der Arbeitszeit im Ausbildungsbetrieb. Dieser wird je nach Erfordernissen bzw. Wünschen vor Ort am Abend, am Samstag oder im Anschluss an den regulären Unterricht der Berufsschule stattfinden.

Nach drei Jahren legen die Auszubildenden eine Ergänzungsprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ab und können damit eine bundesweit anerkannte Fachhochschulreife erlangen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden