Kultusminister warnt vor erneuten Schulstrukturdebatten

"PISA 2003 gibt keinen Anlass für erneute Schulstrukturdebatten. Politiker und Bildungsideologen sollten endlich aufhören, über Strukturfragen Politik auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler zu machen", stellte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann zu den jetzt veröffentlichten Ergebnissen der internationalen Vergleichsstudie fest.

06.12.2004 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Wir müssen alle miteinander besser werden, Politik, Lehrkräfte, Eltern und die Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wird auch schon mehr getan, zum Beispiel bei der frühkindlichen Bildung, der Sprachförderung und mit individueller Förderung der einzelnen Kinder", betonte Busemann im Hinblick auf die von der Niedersächsischen Landesregierung eingeleiteten Maßnahmen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse seien differenzierter zu betrachten als nur mit Blick auf das Länderranking. So weise PISA 2003 für Deutschland verbesserte Ergebnisse gegenüber PISA 2000 aus und in Mathematik deutlich bessere Ergebnisse als noch die TIMSS-Studie von 1998. In der aktuellen Diskussion würden weder der gute Ruf des Systems der beruflichen Bildung noch die guten Ergebnisse der Gymnasien in Deutschland angemessen berücksichtigt.

"Der Marsch in die Einheitsschule ist ein fataler Irrweg und ein Anschlag auf den freien Elternwillen", machte Busemann deutlich. "Denn in der Einheitsschule haben die Eltern nicht mehr die Wahl, welche Schullaufbahn ihre Kinder einschlagen und welchen Abschluss sie anstreben sollen". Die niedersächsische SPD forderte er auf, sich eindeutig zu erklären. "Entweder die Opposition geht den Weg der Landesregierung zur Verbesserung der Bildungsqualität in unserem Land konstruktiv mit, oder sie beugt sich den bildungspolitischen Wunschträumen ihrer Bundespolitiker. Das zu wissen, steht Eltern und allen Wählerinnen und Wählern zu", so Busemann abschließend.


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