Kultusministerium fördert begabte Schüler mit Migrationshintergrund

Mit dem Programm "Talent im Land - Bayern" fördert der Freistaat Bayern begabte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die Bayern als ihre Heimat verstehen. Das Programm eröffnet jungen Migrantinnen und Migranten bessere Möglichkeiten zur Integration in ihrer neuen Heimat. Die Sprachförderung wird in den Kindergärten und an den Schulen ab diesem Schuljahr intensiviert.

19.09.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

50 Stipendiatinnen und Stipendiaten bietet das Programm "Talent im Land - Bayern", das von der Stiftung "Bildungspakt Bayern" gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführt wird, eine finanzielle, aber auch eine individuell Förderung, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Dazu umfasst das Programm Fortbildungsmaßnahmen für die Stipendiaten wie auch für Lehrkräfte.

Auf die Ausschreibung im Frühjahr 2005 haben sich 430 Schülerinnen und Schüler aus 18 Nationen beworben. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Hochschulen, der Wirtschaft, der Schulaufsicht der Kirchen und der Medien zusammen setzt, hat nach harten Kriterien 50 junge Persönlichkeiten ausgewählt, die am 20. Oktober unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber in der Residenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Nach ihrer Ausbildung sollen sie selbst als "Alumni" das Programm "Talent im Land - Bayern" auch als "Botschafter" im Freistaat bekannt machen. Das Stipendienprogramm wird in einem Umfang von rund 900.000 € im Jahr - jeweils zur Hälfte vom Bildungspakt Bayern und der Robert-Bosch-Stiftung - gefördert.

Mehr Chancen für junge Migranten

Über das Stipendienprogramm hinaus leistet der Freistaat zahlreiche Anstrengungen, um jungen Migrantinnen und Migranten die Integration in Bayern zu erleichtern. Ein entscheidendes Instrument dazu ist die verpflichtende Sprachförderung von Kindern aus Migrantenfamilien in "Vorkursen", die künftig in enger Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtung und Lehrkräften der Grundschule erfolgt. Die Zahl der dazu zur Verfügung stehenden Stunden wurde von 40 auf 160 vervierfacht.


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