Kultusministerium weist Vorwürfe der SPD-Abgeordneten Schieder und Wörner zur Unterrichtsversorgung zurück

Die Vorwürfe der SPD-Abgeordneten Schieder sind aus der Luft gegriffen. Sie ignoriert, dass selbst in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten allein die Aushilfsmittel für die Gymnasien um 4 Mio. Euro aufgestockt worden sind. Dank 410 zusätzlicher Stellen und nach der Arbeitszeiterhöhung im öffentlichen Dienst stehen den Schulen wöchentlich 40.000 Unterrichtsstunden mehr zur Verfügung als im Schuljahr 2003/04.

02.11.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Ministerin hat darüber hinaus immer erklärt, dass Unterricht von fachlich qualifizierten Eltern oder anderen externen Partnern bisher die Ausnahme war und auch weiterhin die Ausnahme bleiben wird. So steht es heute auch in der Zeitung. Dass die SPD ständig den Eindruck vermitteln will, die Eltern in Bayern würden nun zu einer Lehrerreserve gemacht werden, geschieht offensichtlich aus reiner Parteitaktik und hat mit der Realität nichts zu tun.

Ebenso falsch ist die Behauptung des Abgeordneten Wörner, dass Schüler und Schülerinnen der Berufsoberschule Weilheim ihren Spanischunterricht selbst bezahlen müssen, weil das Kultusministerium Aushilfslehrer für Wahlpflichtfächer nicht mehr finanzieren könne. Fakt ist vielmehr, dass sowohl für den Pflicht- als auch für den Wahlpflichtunterricht an den beruflichen Schulen Aushilfsmittel zur Verfügung stehen. Während des Schuljahres jedoch können Aushilfsmittel nur für den Fall von Erkrankungen vergeben werden. Die Berufsoberschule Weilheim hat Ende September, also erst zwei Wochen nach Schulbeginn, einen Antrag auf Gewährung von Aushilfsmitteln für die zusätzliche Einrichtung eines Wahlpflichtunterrichts im Fach Spanisch gestellt.

Dazu kommt, dass die Voraussetzung für den Einsatz von Aushilfslehrkräften der Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation ist. Beispielsweise können Personen mit spanischer Muttersprache und einem abgeschlossenen Studium in "Deutsch als Fremdsprache" oder Personen mit einem Diplomabschluss im Fach Spanisch einen Aushilfsvertrag erhalten. Die von der Weilheimer Schule für den Wahlpflichtunterricht vorgeschlagene Lehrkraft kann jedoch keine gleichwertige Qualifikation nachweisen.


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