Kultusstaatssekretärin Dr. Monika Stolz eröffnete in Stuttgart eine Konferenz anlässlich des Europäischen Jahres der Demokratieerziehung
"Demokratie muss in der Schule gelernt, gelebt und erfahren werden." Mit diesem Worten eröffnete Kultusstaatssekretärin Dr. Monika Stolz MdL am Montag in Stuttgart eine eintägige Konferenz anlässlich des Europäischen Jahres der Demokratieerziehung.
14.11.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergIn den Schulen des Landes spiele die Vermittlung demokratischer Werte eine zentrale Rolle. Demokratieerziehung sei ein durchgängiges Unterrichtsprinzip über Fächergrenzen hinweg. Während in vielen Mitgliedsstaaten des Europarates erst in jüngster Zeit entsprechende Inhalte in Schulgesetzen oder Lehrplänen eingeführt worden seien, habe Baden-Württemberg dem Gemeinschaftskundeunterricht bereits in der Landesverfassung von 1953 eine besondere Bedeutung zugewiesen. Auch die neuen Bildungspläne eröffneten Freiräume, um demokratische Kompetenzen zu entwickeln, beispielsweise bei der Mitgestaltung des Schulcurriculums. "Wir wollen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule identifizieren", sagte Stolz. Über die Schülermitverantwortung (SMV) werde Schule zu einem Ort der Einübung von Verantwortung und Gemeinschaftssinn.
Mit dem Landesschülerbeirat habe Baden-Württemberg als erstes Bundesland vor über zehn Jahren eine Schülervertretung auf Landesebene geschaffen, in der alle weiterführenden Schularten in gleicher Stärke vertreten seien.
Das Europäische Jahr der Demokratieerziehung sei im Land durch zahlreiche Aktivitäten aufgegriffen worden. Stolz hob in diesem Zusammenhang den Kongress des Landesschülerbeirats hervor, an dem 600 junge Menschen teilgenommen hätten. Die heutige Konferenz des Kultusministeriums unter dem Motto "Demokratie lernen und leben" sei nun die zentrale Veranstaltung des Landes und solle dazu beitragen, "gerade bei jungen Menschen eine Leidenschaft für Demokratie zu wecken. Demokratie lebt Mitmachen, nicht vom Zusehen." Von der Konferenz solle eine Aufbruchstimmung ausgehen, "die Lust darauf macht, sich in eigener Sache einzumischen." Ziel der Konferenz sei es deshalb, eine Bestandaufnahme der politischen Bildung in und außerhalb der Schule vorzunehmen sowie neue Konzepte und Ideen der Demokratieerziehung zu diskutieren.
Initiatoren der Konferenz "Demokratie lernen und leben" sind neben dem Kultusministerium, das Landeskuratorium für außerschulische Jugendbildung, der Volkshochschulverband Baden-Württemberg, die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, die Landeszentrale für politische Bildung und das Europa-Zentrum Baden-Württemberg.
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