Signal des Aufbruchs kommt aus Eichstätt

Als "Signal des Aufbruchs aus Eichstätt" wertete Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider den Fachkongress "Qualitätssicherung an Bayerns Schulen" zu Abschluss der zweitägigen Veranstaltung am gestrigen Samstagmittag.

28.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei ihr hatten rund 500 Lehrkräfte, Eltern, Schüler, Mitarbeiter der Schulaufsicht die Möglichkeit genutzt, mit Bildungsforschern wie dem PISA-Koordinator Prof. Manfred Prenzel (Kiel) oder Prof. Olaf Köller, dem Direktor des von den Ländern eingerichteten Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (Berlin), aber auch Staatsminister Siegfried Schneider und Kultusstaatssekretär Karl Freller ins Gespräch zu kommen.

Kultusminister Schneider hatte bei dem Kongress deutlich gemacht, dass sich die Bildung nach internationalen Vergleichsteste wie PISA und TIMSS verändern musste und weiter verändern muss. Es komme zu einem "Paradigmenwechsel", so der Staatsminister, bei dem der Erfolg von Bildungsmaßnahmen und nicht mehr allein das Lernziel im Mittelpunkt stehe. Optimierungschancen erkennt der Minister in der Verbesserung schulorganisatorischer Maßnahmen, des Schulklimas und des konkreten Unterrichts.

Bayern befindet sich bei seinen Anstrengungen um eine noch qualitätsvollere und nachhaltige Bildung auf einem guten Weg, bescheinigte Manfred Prenzel vom PISA-Konsortium dem Freistaat. Die bayerischen Schüler hätten nicht nur in Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften und Problemlösen den Spitzenplatz in Deutschland beim PISA-Ländervergleich belegt, sondern auch an die Schüler der international führenden Staaten aufgeschlossen. Vor allem erreichen auch Bayerns Realschüler Leistungen, die denen vieler Gymnasiasten gleichkommen. Dass sich Bayern mit dieser guten Ausgangslage nicht zufrieden geben wird, machte Minister Schneider klar: "Es ist ein erster Schritt, in die Spitze zu gelangen. " Doch nun gehe es mit großen Anstrengungen darum, die Position zu erhalten und auszubauen.

Individuelle Förderung, mehr Durchlässigkeit, aber auch gezielte Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind dabei nach Auffassung von Minister Schneider und Staatssekretär Freller wichtige Mittel. Dazu gehören auch Orientierungsarbeiten und Jahrgangsstufentests, die bereits eingeführt wurden, sowie die externe Evaluation von Schulen durch Teams aus Lehrern, Eltern und Vertretern der Wirtschaft. Nach den bisherigen guten Erfahren bei der freiwilligen externen Evaluation von 80 Schulen wird die Maßnahme auf alle bayerischen Schulen ausgedehnt. Auch die interne Evalution der Schulen spielt eine wichtige Rolle.

Schneider warb ausdrücklich dafür, dass Lehrkräfte, Mitarbeiter der Schulaufsicht, Schüler und Eltern den eingeschlagenen Weg mitgehen. Es gehe nicht darum, Lehrer zu kontrollieren, sondern die Leistung von Schulen in den Blick zu nehmen und mit ihnen gemeinsam Stärken auszubauen und Schwächen zu reduzieren. Die Teilnehmer des Kongresses jedenfalls, dies wurde in den Foren deutlich, sind dazu bereit.


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