Sommerkurse am LISA Halle

Weit verbreitet ist das Vorurteil, Lehrkräfte legten in der unterrichtsfreien Zeit nur die Beine hoch! Das große Interesse von Lehrerinnen und Lehrern an Fortbildungsveranstaltungen verschiedenster Anbieter in Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern in der Ferienzeit spricht eine ganz andere Sprache.

01.09.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Seit mehr als 10 Jahren werden am Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung des Landes Sachsen-Anhalt (LISA) an Wochenenden und in den Schulferien Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Am gefragtesten sind die nun schon traditionellen Sommerkurse, denn gerade die Sommerferien bieten günstige Voraussetzungen für ein entspanntes, individuelles Weiterlernen vor oder nach dem Jahresurlaub.

Im Sommer 2005 nahmen am LISA 179 Lehrkräfte aller Schulformen an den Sommerkursen teil. Weil aus kursdidaktischen bzw. Kapazitätsgründen nicht alle Interessenten eine Einladung erhalten konnten, werden im Programm der landesweiten staatlichen Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt für den Sommer 2006 entsprechend mehr Kurse und Plätze angeboten.

Hier ein kurzer Überblick zu inhaltlichen Schwerpunkten der diesjährigen Sommerkurse:

  • Seit 1992 findet alljährlich ein Kurs zum Thema Projektorientiertes künstlerisches Gestalten statt. In diesem Jahr arbeiteten über 60 Lehrkräfte verschiedenster Schulformen und Fächerkombinationen mit den Mitteln des Maskentheaters, des Schwarzen Theaters, des Tanztheaters sowie der bildenden Kunst, der Musik zum Thema "Hexen, Geister und Dämonen".
  • Auch der Kurs Dreidimensionales Gestalten ist schon seit 10 Jahren ein fester Bestandteil des Angebotes. Was im Schulalltag für Kunsterziehungslehrkräfte, meist "Einzelkämpfer" an ihren Schulen, kaum möglich ist, bietet dieser fünftägige Kurs: Raum, Zeit, Achtung für aktives künstlerisches Gestalten sowie Gelegenheit zum kollegialen Erfahrungsaustausch. Zum alljährlichen dreidimensionalen Gestalten wird in jedem Jahr eine weitere künstlerische Technik im praktischen Erproben für den Unterricht vorgestellt. Nach Ölspachtelmalerei, Trickfilmgestaltung, Druckgrafik stand diesmal die Aquarellmalerei im Vordergrund. Eindrucksvolle Ergebnisse des Fortbildungskurses werden gegenwärtig im neu gestalteten LISA am Riebeckplatz in Halle gezeigt.
  • Untersuchungen zur Konstitution der Kinder und Jugendlichen betonen ausdrücklich den Zusammenhang zwischen kognitiver und körperlicher Leistungsfähigkeit. Die Teilnehmenden am LISA-Sommerkurs Psychomotorik im Sportunterricht erlebten in Seminaren und praktischen Übungen viele Anwendungsmöglichkeiten psychomotorischer Prinzipien in allen Schulformen und erprobten den vielfältigen Einsatz traditioneller Sportgeräte unter psychomotorischer Sicht sowie die Einbeziehung von Alltagsmaterialien als interessante Bereicherung des Sportunterrichts und des außerunterrichtlichen Sports.
  • Mit großem Interesse waren Lehrkräfte in der dreitägigen Veranstaltung Methoden- und Kommunikationstraining im berufsbezogenen Unterricht tätig. Das Ziel des Kurses bestand darin, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mittel und Wege zu einer interessanten und nachhaltigen Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag im eigenen Training solcher Arbeits- und Lerntechniken, die letztlich - an Schülerinnen und Schüler vermittelt - diese zu erfolgreicher Lerntätigkeit befähigen sollen. Jede Lehrkraft konnte somit selbst erfahren, welche positive Auswirkung eine schülerzentrierte Handlungsorientierung im Unterricht haben kann.
  • Das Ziel des LISA-Kurses Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit von Lehrerinnen und Lehrern war es, dass sich die Teilnehmenden ihrer Belastungen sowie Verhaltens- und Erlebensmuster im schulischen Alltag bewusst werden und Strategien zur Bewältigung und zur Verhaltensänderung kennen lernen. Die Referentinnen brachten die Teilnehmenden durch einen Test und in Einzelgesprächen zur Erfassung der eigenen Verhaltensmuster stark ins Grübeln. Die Übungen, verschiedene Gruppenerlebnisse sowie die Lage des Veranstaltungsortes am Waldrand verfehlten ihre Wirkung nicht, so dass die Teilnehmenden am Ende der fünftägigen Veranstaltung durchaus optimistisch in ihre pädagogische Zukunft blicken konnten.

Weiterführende Informationen zu diesen Sommerkursen des LISA erhalten Sie bei Herrn Dr. Preußer (Tel.: 0345 2042-320).


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