Sprache als Schlüssel der Integration
(bikl/idw) Migranten müssen beim Erlernen der deutschen Sprache stärker als bisher unterstützt werden. Die Angebote zur Sprachförderung sollten ausgebaut und bereits im Vorschulalter gemacht werden.
10.02.2006 ArtikelDafür plädieren namhafte Migrationsforscher in dem Memorandum "Migration - Sprache - Integration", das die Arbeitsstelle "Interkulturelle Konflikte und gesellschaftliche Integration" (AKI) am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am 14. Februar 2006 vorstellt. Auch einer hohen Konzentration von Migrantenkindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müsse in Kindergärten und Schulen entgegengewirkt werden, so das Memorandum.
Die Empfehlungen der Wissenschaftler basieren auf aktuellen, zum Teil noch unveröffentlichten Forschungsberichten. Die Berichte bieten eine international vergleichende Bestandsaufnahme der Forschung über den Zusammenhang von Sprache und Integration sowie den Wirkungen von Integrationskursen für Zuwanderer und von bilingualen Schulprogrammen.
Die AKI-Forschungsbilanzen bestätigen die herausragende Bedeutung der Sprache für die Integration von Zuwanderern. Sie liefern darüber hinaus wichtige Hinweise über die sozialen Bedingungen des Zweitspracherwerbs sowie die Auswirkungen auf Bildungserfolg und Integration in den Arbeitsmarkt.
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