Technik muss verfügbar und bezahlbar sein
NETZWERKSTATT für Schulträger 2005: Über 160 Teilnehmer tauschten sich auf der zweitägigen Veranstaltung im Bonner Gustav-Stresemann-Institut zum Thema „Übertragbare Netzwerklösungen in Schulen“ aus. Vertreten waren Ländervertreter, Schulträger, politische Entscheider sowie Support-Initiativen und Medienzentren. Fazit der Veranstaltung: Es gibt auf kommunaler und Landesebene bereits gute Ansätze, den Einsatz von IT in Schule und Bildung zu professionalisieren. Gleichwohl bedarf es weiterer Anstrengungen, übertragbare und finanzierbare Systemlösungen nachhaltig im schulischen Alltag zu verankern. Die Bedeutung des Themas für die schulische Bildung, aber auch der große Zuspruch seitens der Teilnehmenden ist für den Ausrichter Schulen ans Netz Motivation, auch im nächsten Jahr eine NETZWERKSTATT zu planen.
17.11.2005 Pressemeldung Schulen ans Netz e. V.Maria Brosch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung einer funktionierenden IT-Struktur für die Qualität des Unterrichts. „Lehrkräfte müssen von der zeitraubenden Wartung von Computer und Netzwerken entlastet werden, damit sie sich auf ihre pädagogische Aufgabe konzentrieren können“, so Brosch.
Klaus Hebborn vom Deutschen Städtetag warnte in seinem Einführungsvortrag „Die Rolle der Kommunen bei Systemlösungen der Schulen“ davor, dass die neuen Medien in den bildungspolitischen Debatten in den Hintergrund geraten könnten. „Gerade im Blick auf Chancengerechtigkeit gebührt der Vermittlung von Medienkompetenz eine wichtige Bedeutung in der schulischen Bildung.“ Hebborn zeigte in seinem Vortrag auf, dass beim Thema Support die Aufgabenteilung zwischen Ländern und Kommunen recht schwierig sei. „Mit einer auf Kooperation und Vernetzung basierenden Medienentwicklungsplanung in den Kommunen könnten Aufgaben besser koordiniert werden“. In den nächsten Jahren seien, so Hebborn, zusätzliche Ressourcen und Finanzmittel für die schulische Ausstattung und Infrastruktur, für den Support und für die Fortbildung der Lehrkräfte unverzichtbar.
Neben Impulsreferaten und Präsentationen von Netzwerklösungen und Evaluationen stand die praxisnahe Arbeit in Workshops im Zentrum der Veranstaltung. Themen waren „Sicherheit und Jugendmedienschutz“, „IT-Systemlösungen in Schulen“, „Support-Center“, „Medienentwicklungsplanung“ und „Finanzierung“. In den Erfahrungsaustausch integriert waren Teilnehmende der Arbeitskreise „Notebooks“ und „Standards“, die zeitgleich ihre Sitzungen durchführten.
Erstmalig wurde Projekten die Möglichkeit geboten, begleitend zur Veranstaltung ihre Systemlösungen in der Praxis vorzustellen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit und tauschten sich mit den Vertretern der Projekte über Fragen des Supports und der Wartung aus. Groß geschrieben wurde auf der NETZWERKSTATT die Kommunikation und die Vernetzung der Teilnehmer untereinander. Gewünscht wurde, dass der Verein Schulen ans Netz über sein Projekt IT works Kompetenzen bündelt und den Transfer von Informationen übernimmt.
Die Veranstaltung für Schulträger fand bereits zum dritten Mal in Bonn statt. Dass das Thema von großer Relevanz für die Verantwortlichen in Ländern und Kommunen ist, zeigte auch mal wieder der große Zuspruch: Es waren Teilnehmende aus 15 Bundesländern vertreten - damit waren ca. 3.700 deutsche Schulen auf der Veranstaltung repräsentiert. Auch die NETZWERKSTATT 2006 wirft bereits ihre Schatten voraus. Schon jetzt liegen für die Veranstaltung, die wieder in Bonn stattfinden wird, Anfragen vor.
Demnächst wird eine ausführliche Dokumentation der NETZWERKSTATT 2005 unter www.schulen-ans-netz.de/itworks zu finden sein.
Schulen ans Netz e. V. ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Telekom AG. Die NETZWERKSTATT ist eine Veranstaltungsreihe von Schulen ans Netz e. V., die innovativen Ideen, Erkenntnissen und Lösungen rund um den Einsatz der neuen Medien im Unterricht eine bundesweite Plattform bietet und Möglichkeiten und Visionen für Schule im digitalen Zeitalter aufzeigen soll. Das Projekt IT works unterstützt Schulen und Schulträger auf dem Weg hin zum Einsatz adäquater, d.h. auf die schulischen Bedürfnisse zugeschnittener IT-Systemlösungen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.
www.schulen-ans-netz.de
www.schulen-ans-netz.de/itworks
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